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Theaterstück |07.12.2017|15:30

Was ein Theater! Amateurfußball auf der Bühne

Der Amateurfußball im Scheinwerferlicht. [Foto: Arne Poehnert]

Wer den Amateurfußball auf der großen Bühne sehen möchte, der muss nach Wanne-Eickel fahren. Dort hat sich das Volkstheater Mondpalast des Themas angenommen und in Anlehnung an das bekannte Lustspiel "Der zerbrochene Krug" eine Komödie entwickelt. Wie es zur Umsetzung des Stückes "Der zerdepperte Pott" kam und was dieses Stück ausmacht, erklärt Christian Stratmann, Prinzipal des Mondpalasts, auf FUSSBALL.DE.

Die Pressestimmen nach der ausverkauften Premiere im Oktober waren eindeutig: „Der zerdepperte Pott“, das neue Stück des Volkstheaters Mondpalast in Wanne-Eickel, ist prächtig angekommen. Unter den Augen von vielen VIP-Gästen wusste das neue Stück vor 500 Besuchern zu überzeugen. Das lag auch an den Schauspielern, deren „Bestform“ von WDR-Sportreporter-Legende Manni Breuckmann ausdrücklich hervorgehoben wurde. Schalke-Eurofighter Ingo Anderbrügge schlug in die gleiche Kerbe und lobte das „hervorragende Zusammenspiel des Ensembles“.

"Wir sind hier mitten im Ruhrgebiet zwischen Schalke und Dortmund – hier ist alles Fußball"

Als größtes Kompliment dürften die Aussagen des langjährigen DFB-Schiedsrichters Thorsten Kinhöfer angesehen werden. Ihn habe der Mondpalast in seine aktive Zeit zurückversetzt, sagte er nach der Premiere. Und genau das ist eines der Hauptziele des Volkstheaters. Die Nähe zu den Gästen soll unbedingt gegeben sein, wie Christian Stratmann, Prinzipal und Gründer des Volkstheaters, erläutert.

„Für uns ist es wichtig, dass wir Stücke finden, die den Menschen aus der Seele sprechen“, sagt Stratmann. Aufgrund der geografischen Lage führt automatisch kein Weg an der beliebtesten Ballsportart vorbei. „Wir sind hier mitten im Ruhrgebiet zwischen Schalke und Dortmund – hier ist alles Fußball“, so Stratmann. Dabei sei es die Idee von Gründungsintendant Thomas Rech gewesen, in Anlehnung an das bekannte Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist ein Stück zum Amateurfußball umzusetzen.

Hierbei bezieht sich die Handlung hauptsächlich auf den FC Hinter-Marl, einen fiktiven Amateurklub, der einen Schaden an seinem einzigen Pokal der Vereinshistorie beklagt. Bei der Aufklärung, wer den Bruch verursacht hat, hilft unter anderen ein ebenfalls fiktiver DFB-Funktionär. Für Christian Stratmann ist es insgesamt erstaunlich, „wie sich Kleist ins Fußballmilieu übertragen lässt“.

Dabei steht die Unterhaltung im Vordergrund. Die Zuschauer sollen Spaß haben und das sei auch der Fall. „Ich war hin und weg. Das Stück ist so lustig“, gibt der Prinzipal und „Bürger des Ruhrgebiets“ die eigenen Eindrücke weiter. Jede einzelne Anekdote, die mit dem Pokal verbunden ist, wird ausgepackt. Mehrmals werden Sätze mit „Weißt du noch?“ begonnen. Doch der Theatermann sagt auch: „Man lacht, aber bekommt auch eine Botschaft mit.“ Demnach sei es dem Mondpalast wichtig, die Stücke mit Tiefgang zu versehen und ernste Themen zu integrieren.

Die Schauspieler sind dabei bestens geeignet, um dieses Stück unterhaltsam auf der Bühne zu praktizieren. „Die meisten sind echte Fußball-Fans. Das merkt man auch. Die spielen voller Leidenschaft“, so der Prinzipal. Einen Einfluss auf die Entscheidung, diesmal den Amateurfußball auf die Bühne zu bringen, hatte auch ein vorheriges Stück. Denn den Profifußball hat der Mondpalast schon mit einem anderen Stück auf die Schippe genommen. Mit Ronaldo & Julia (2002), in dem die „verbotene Liebe“ zwischen Dortmund-Fan Julia und Schalke-Fan Ronaldo den roten Faden darstellt, landete das Volkstheater einen großen Erfolg. Generell ist der Mondpalast für seine Nähe zum Fußball bekannt.

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