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Kreisklasse |19.03.2016|13:00

Wegen Güllegestank: Schiri pfeift nicht an!

Nullnummer nach Gülle-Streik: Im Vorfeld der Partie MTV Hesedorf gegen den TuS Nieder-Ochtenhausen sagte der angesetzte Schiedsrichter seinen Einsatz aufgrund des Gülle-Gestanks ab. [Foto: privat, Imago, FUSSBALL.DE; Collage: FUSSBALL.DE]

Verrückter Amateurfußball: Beim niedersächsischen MTV Hesedorf kam es im Vorfeld der 1. Kreisklassenpartie Rotenburg Nord gegen den TuS Nieder-Ochtenhausen zu einem kuriosen Zwischenfall. Da auf den Feldern neben dem Hesedorfer Sportplatz Gülle ausgefahren wurde, hatte der angesetzte Schiedsrichter die Nase voll und verließ die Anlage prompt wieder. Verein und Staffelleiter suchten einen Ersatzschiri und wurden sogar doppelt fündig – das Spiel wurde dennoch mit großer Verspätung angepfiffen.

"Ich bin jetzt seit acht Jahren als Abteilungsleiter im Verein aktiv, aber so etwas habe ich auch noch nicht erlebt"

So etwas hatte man in Hesedorf unweit von Bremerhaven auch noch nicht erlebt: Am vergangenen Sonntag drohte das Meisterschaftsspiel zwischen dem örtlichen MTV Hesedorf und dem TuS Nieder-Ochtenhausen auszufallen, da der angesetzte Schiedsrichter sich durch einen beißenden Güllegestank zu stark beeinträchtigt fühlte. „Seine Augen tränten, sodass er das Spiel aus gesundheitlichen Gründen nicht anpfeifen wollte“, sagte Hesedorfs Fußball-Abteilungsleiter Hans-Christian Schrötke. „Der Schiedsrichter war eine halbe Stunde vor Anpfiff am Platz und hat nach einigen Minuten seine Entscheidung getroffen.“

Nun waren die Verantwortlichen beider Vereine zum Handeln gezwungen. Auf dem Sportplatz, der umzingelt ist von Weideflächen, wurde hektisch nach einem neuen Schiedsrichter gesucht. Da aber inzwischen auch der Staffelleiter von der kuriosen und kurzfristigen Absage des angesetzten Schiedsrichters erfahren hatte, machte auch er sich auf die Suche nach Ersatz.

Schließlich kamen also gleich zwei neue Spielleiter nach Hesedorf, um das Meisterschaftsspiel gegen den Tabellenletzten aus Nieder-Ochtenhausen zu pfeifen. Mit etwa einstündiger Verspätung standen sich die beiden Teams dann im Ammoniakgestank vor 30 Zuschauern gegenüber, während einer der beiden frisch angereisten Schiedsrichter sich das Geschehen auf dem Platz ganz entspannt mit Bratwurst und Getränken auf Kosten des Vereins anschauen konnte. Ob die Wurst trotz des dominanten Güllegeruchs schmeckte, ist nicht bekannt.

Obwohl man in Hesedorf vor der Partie gegen das Kellerkind aus Nieder-Ochtenhausen lediglich über die Höhe des Sieges sprach, kam der MTV nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. „Ich glaube nicht, dass es an der Gülle lag“, sagte Schrötke lachend. „Ich bin jetzt seit acht Jahren als Abteilungsleiter im Verein aktiv, aber so etwas habe ich auch noch nicht erlebt.“

Im Nachhinein hätte sich der Verein wohl gewünscht, es wäre bei der Absage des Spiels geblieben - denn ein Unentschieden gegen den Tabellenletzten stinkt den Hesedorfern wohl mehr als jede Gülle.