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AFK 2019 |27.01.2019|10:00

Wochnik: "Mehr Mitarbeit im Führungsbereich"

Corinne Wochnik: "Dass das Thema ehrenamtliches Engagement insgesamt schwierig ist, merkt man schon bei den Jugendmannschaften."[Foto: DFB/privat, Collage: FUSSBALL.DE]

Corinne Wochnik gibt alles für den FC Sterkrade 72 in Oberhausen. Die 32 Jahre alte Sport- und Fitnesskauffrau ist Spielerin, Übungsleiterin und Vorstandsmitglied in Personalunion. Sie macht viel, bewegt einiges, weiß dadurch aber auch, wo ihr Klub an Grenzen stößt.

Vor dem 3. Amateurfußball-Kongress, der vom 22. bis 24. Februar in Kassel stattfindet, spricht FUSSBALL.de mit Ehrenamtlern von der Basis, um zu hören, wo der Schuh drückt. DFB-Mitarbeiterin Leonie Zeyen hat mit Corinne Wochnik darüber geredet, mit welchen Herausforderungen ihr Verein konfrontiert wird.

FUSSBALL.de: Frau Wochnik, wie viele Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich beim FC Sterkrade?

Corinne Wochnik: Der erste Vorsitzende Günter Hendricks ist seit 1972 im Verein, also seitdem es den Verein gibt. Ihn trifft man eigentlich immer am Platz an. Unseren Geschäftsführer Andreas Böhmer nennen wir oft das „Herzstück des Klubs“. Er ist nicht nur unser Hauptsponsor, sondern auch Denker und Lenker. In diesem Jahr hat er auf unserer neuen Anlage ein Trainingscamp und eine Fußballakademie initiiert. Zu unserem Team gehört noch der Jugendvorstand. Aber auch die Damen sind bei uns im Verein aktiv und organisieren zum Beispiel bei den Spielen der Jugendmannschaften den Kaffee- und Kuchen-Verkauf. Wir ziehen alle an einem Strang.

Das klingt zunächst einmal nicht schlecht. Gibt es dennoch Optimierungsmöglichkeiten oder gar Schwierigkeiten im Alltag?

Wochnik: Natürlich gibt es da Potenzial. Wir würden uns vor allem mehr Mitarbeiter im Führungsbereich wünschen. Dass das Thema ehrenamtliches Engagement insgesamt schwierig ist, merkt man schon bei den Jugendmannschaften. Einige Eltern engagieren sich halt stärker im Vereinsleben als andere. Deswegen planen wir aktuell auch eine Art „Arbeitsplan“ für das kommende Jahr.

Wo klemmt es noch?

Wochnik: Wir haben zu wenig Schiedsrichter. Leider werden die ja schlecht bezahlt. Und die, die wir haben, würden wir auch gerne besser ausbilden lassen. Worüber wir auch oft reden, ist, dass sich der Amateurfußball immer mehr in Richtung Freizeitsport entwickelt. Früher stand man jedes Wochenende auf dem Platz, heute ist das Freizeitverhalten ein ganz anderes. Dem Sport werden andere Aktivitäten vorgezogen, die Kinder und Jugendlichen verbringen viel Zeit an der Playstation oder mit dem Handy. Wir haben hier im Verein ein Handy-Verbot: Die Kinder müssen ihre Mobiltelefone vor dem Sport abgeben.

Haben Sie weitere Verbesserungsvorschläge?

Wochnik: Die kleinen Amateurvereine an der Basis haben oft Schwierigkeiten, ihre Kosten zu decken – sowohl was die Platzmiete, als auch die Verwaltungskosten angeht. Der DFB ist einer der reichsten Sportverbände und könnte uns hierbei stärker unterstützen.

Das geht leider nicht. Eine unmittelbare finanzielle Unterstützung einzelner Amateurvereine ist dem DFB aus gemeinnützigkeitsrechtlichen Gründen untersagt. Der DFB und seine Landesverbände investieren aber jährlich rund 120 Millionen Euro pro Jahr in den Amateurfußball. Welche Leistungen sollten der DFB und die Landesverbände damit anschieben?

Wochnik: Vom DFB wünsche ich mir, dass er zum Beispiel bei sozialen Aktionen unterstützend tätig wird oder auch jungen Ehrenamtlichen hilft, Aktionen selbstständig durchzuführen. Von den Landesverbänden würde ich mir Zuschüsse für Materialien wünschen, wenn das möglich wäre. Mein Verein ist wie eine Familie für mich. Da hilft jeder jedem. Ich hatte vor kurzem einen Rohrbruch im Badezimmer und da hat mir der Geschäftsführer, der selbstständig ist und ein kleines Unternehmen hat, sofort geholfen, so dass ich an Weihnachten wieder in meiner Badewanne liegen konnte.

Die Aufgabe eines Dachverbands ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen. Gelder dürfen nicht verteilt werden. Vor diesem Hintergrund: Welche Themen sind Ihrer Meinung nach im deutschen Amateurfußball von großer Relevanz?

Wochnik: Meiner Meinung nach ist die Digitalisierung ein Kernthema. Genauso wie die Gewinnung von Ehrenamtlern, Trainern und Schiedsrichtern. Beispielsweise haben wir mit Hilfe eines Aktionstags versucht, Familienangehörigen, Alleinstehende und Rentner für den Verein zu gewinnen. Jedoch ist eine langfristige Bindung an den Verein eine Herausforderung.

Wie weit ist die Digitalisierung in Ihrem Verein vorangeschritten?

Wochnik: Wir haben im Frauen-Team jemand, der auf Facebook Beiträge veröffentlicht. Auch der Jugendvorstand ist hier sporadisch aktiv. Aber es gibt niemanden, der sich dauerhaft und mit der nötigen Kontinuität damit beschäftigt. Ein Großteil der Mitglieder ist durch seine hauptberufliche Tätigkeit sehr eingeschränkt.

Ist Ihnen der Amateurfußball-Kongress ein Begriff? Welche Erwartungen haben Sie an diesen?

Wochnik: Ich habe schon einmal davon gehört. Da wird geschaut, welche Perspektiven es für das nächste Jahr gibt und was man generell verbessern könnte. Man setzt sich zusammen, wie im Verein auch. Die Praxis ist entscheidend – die Umsetzung der Theorie in die Praxis.

3. Amateurfußball-Kongress 2019: Der DFB richtet vom 22. bis 24. Februar 2019 in Kassel den 3. Amateurfußball-Kongress aus. Schwerpunkte der Veranstaltung sind die aktuellen und künftigen Herausforderungen des Vereinsfußballs im Amateurbereich. Im direkten Austausch zwischen Vertretern und Vertreterinnen des DFB, der Regional- und Landesverbände sowie von Kreisen und Vereinen aus ganz Deutschland sollen gemeinsam Lösungen und Handlungsempfehlungen zur Stabilisierung und Stärkung der Basis erarbeitet werden. Der DFB überträgt den 3. Amateurfußball-Kongress auf seinem YouTube-Kanal.

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