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Trainer-Oldie |14.03.2019|11:00

Zobel: „Ich würde mich sonst langweilen“

Rainer Zobel steht beim Lüneburger SK Hansa noch mit 70 Jahren an der Seitenlinie.[Foto: imago/Joachim Sielski]

Auch mit 70 Jahren denkt Ex-Profi und Weltenbummler Rainer Zobel beim Lüneburger SK Hansa in der Regionalliga Nord noch nicht ans Aufhören. Der älteste Regionalligatrainer, der unter anderem schon in Ägypten, Südafrika und im Iran gearbeitet hat, verlängerte seinen Vertrag bis 2021. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der frühere Champions League-Sieger mit Bayern München über seinen Antrieb.

FUSSBALL.DE: Sie sind im November 70 Jahre alt geworden, haben Ihren Vertrag beim Lüneburger SK dennoch um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Wann ist denn Schluss, Herr Zobel?

Rainer Zobel: Wenn es mir keinen Spaß mehr macht oder die Gesundheit es nicht mehr zulässt. Auf professioneller Ebene hab ich ja schon vor einigen Jahren aufgehört. Aber gar nicht mehr Trainer zu sein, kann ich mir immer noch nicht vorstellen.

Was treibt Sie an, weiter als Trainer in der 4. Liga tätig zu sein?

"Gar nicht mehr Trainer zu sein, kann ich mir immer noch nicht vorstellen"

Zobel: Ich möchte etwas tun, bei dem ich Verantwortung übernehmen kann und muss. Grundsätzlich wäre das auch in jedem anderen Bereich möglich, aber ich kann nun einmal nicht allzu viel anderes, als eine Fußball-Mannschaft zu trainieren. (lacht) Nichts zu tun kommt für mich nicht in Frage. Ich weiß, dass ich mich langweilen würde. Außerdem wird man dann noch schneller älter. (lacht)

Nehmen Sie sich andere Kollegen - wie zum Beispiel Jupp Heynckes oder Otto Rehhagel - als Vorbild, die auch bis ins hohe Alter als Trainer tätig waren?

Zobel: Nein, überhaupt nicht. Damit hat das nichts zu tun. Ich habe für mich entschieden, dass es mir nicht reicht, nur noch rauszugehen, um Einkäufe zu erledigen oder den Rasen zu mähen. Mein Vater war da beispielsweise ganz anders. Der ist mit 65 Jahren in Rente gegangen und hat es absolut genossen, keine beruflichen Verpflichtungen mehr zu haben.

Einer Ihrer Co-Trainer ist Qendrim Xhafolli, der 39 Jahre jünger als Sie ist. Funken Sie dennoch auf einer Wellenlänge?

Zobel: Absolut. Er hat hin und wieder mal andere Ideen als ich und dann diskutieren wir darüber. Aber das gibt es in jedem Trainerteam und liegt nicht am Altersunterschied. Wir gehen beide respektvoll miteinander um und schätzen uns gegenseitig. Am Ende jeder Diskussion kommen wir immer zu einer Lösung, die uns beiden zusagt.

Wie wertvoll ist es, eine Mischung aus alter und junger Trainergeneration im Team zu haben?

Zobel: Das ist durchaus hilfreich. Qendrim kann von mir viel lernen, was Mannschaftsführung angeht. Andersherum profitiere ich von seinem großen Know-how im Nachwuchsfußball. Um die Talentsuche kümmert er sich praktisch alleine. Seine Arbeit ist für uns ungemein wertvoll, weil wir mit unserem niedrigen Etat darauf angewiesen sind, talentierte Nachwuchsfußballer für uns zu gewinnen.

Mit dem Lüneburger SK kämpfen Sie gegen den Abstieg, nur wegen der besseren Tordifferenz rangiert der LSK derzeit auf einem Nichtabstiegsplatz. Wie fällt Ihr Saison-Zwischenfazit aus?

Zobel: Wir hatten uns definitiv vorgenommen, zum jetzigen Zeitpunkt mehr Punkte auf dem Konto zu haben. Vor allem der Auftakt ins neue Jahr verlief nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Das 2:4 beim Tabellenvorletzten VfL Oldenburg war eine Partie zum Vergessen. Wir sind alles andere als im Soll und müssen uns in den nächsten Wochen unbedingt steigern.

Fünf der zurückliegenden sechs Spiele gingen verloren. Was läuft derzeit schief?

Zobel: Der Zugriff in der Abwehr fehlt und wir nehmen die Zweikämpfe zu wenig an. Wir stehen zu sehr im Raum und lassen dem Gegner zu viel Platz zum Fußballspielen. Dass wir es besser können, haben wir allerdings in unserem jüngsten Heimspiel beim 1:0 gegen die U 23 von Holstein Kiel gezeigt.

Am Sonntag empfängt Lüneburg den direkten Konkurrenten FC Eintracht Norderstedt. Wie wichtig ist die Partie für den weiteren Saisonverlauf?

Zobel: Es ist ohne Wenn und Aber ein extrem wichtiges Spiel. Mit einem Sieg bleiben wir auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz und vergrößern unseren Vorsprung. Ich bin optimistisch, dass die Jungs den Ernst der Lage erkannt haben und eine Topleistung zeigen werden. Aber auch, wenn wir verlieren sollten, gibt es noch genügend Spiele, in denen wir die notwendigen Zähler für den Klassenverbleib holen können. Zu viel Druck sollten wir uns nun auch nicht machen.

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