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#EqualGame|18.04.2019|12:00

Zu Gast bei der UEFA #EqualGame Konferenz

[Foto: ]

Als Jugendbotschafter zur UEFA #EqualGame Konferenz nach London

Im Rahmen der UEFA-Europameisterschaft 2020, die in zwölf unterschiedlichen Ländern ausgetragen wird, durfte David Görgens, ehemaliger FSJler des FVM, als Jugendbotschafter des Deutschen Fußball-Bundes an der UEFA #EqualGame Konferenz Anfang April im Wembley Stadion teilnehmen. Für FVM.de berichtet er von seinen Erfahrungen in London:

„Seit dem Ende meines FSJ bin ich für den FVM als junger Ehrenamtler aktiv. Ich engagiere ich mich als Betreuer, Referent und Leiter verschiedener Freizeiten, Ausbildungen und Lehrgänge. Darüber hinaus habe ich sowohl während meines FSJ aber auch durch weitere ehrenamtliche Tätigkeiten einen tiefen Einblick in die Konferenzthemen Diversität, Inklusion und Integration bekommen. Dadurch habe ich die Möglichkeit erhalten, etwas über den „Tellerrand hinauszugucken“ und für den DFB nach London zu reisen.

„Ich schäme mich“, mit diesen Worten eröffnete UEFA-Präsident Aleksander Ceferin die #EqualGame Konferenz. Ceferin zeigte sich beschämt darüber, dass in den Fußball-Stadien Europas auch im Jahr 2019 Diskriminierung, Intoleranz und Anfeindungen gegenüber Menschen anderer Herkunft, Hautfarbe, Kultur oder Geschlechts Platz finden. Beschämt war er auch darüber, dass es immer noch Orte gibt, an denen bestimmten Gruppen der Gesellschaft der Zugang zum Fußball sogar verwehrt wird.

Traurigerweise wurde nur einige Stunden nach dieser Mahnung des UEFA-Präsidenten der Turiner Stürmer Moise Kean in dem Serie A Spiel zwischen Cagliari und Juventus Turin von einigen der Cagliari-Fans mit Affenlauten beschimpft. Das Beispiel unterstreicht die Bedeutsamkeit der Worte des UEFA-Präsidenten und zeigt abermals wie wichtig es ist, dass wir uns alle intensiv mit dem Thema beschäftigen und uns gegen Rassismus, Diskriminierung und jede Form von Ausgrenzung einsetzen. Genau aus diesem Grund hat die UEFA vor einigen Jahren die #EqualGame Kampagne, die sich gegen Diskriminierung, Intoleranz, Extremismus, Rassismus, Faschismus, Sexismus, Hass und Homophobie ausspricht, ins Leben gerufen. Darüber hinaus hat sich die Kampagne das Ziel gesetzt, den Fußball für alle Menschen, die an diesem Sport teilhaben wollen, zugänglich zu machen - unabhängig von Herkunft, Sexualität, Geschlecht, Hautfarbe, Ethnie, Religion oder Behinderung.

Die rund 260 Teilnehmer/-innen der Konferenz kamen im Rahmen dieser Kampagne für zwei Tage im legendären Londoner Wembley Stadion zusammen und erhielten in vielen kurzweiligen, interessanten und teils emotionalen Vorträgen und Podiumsdiskussionen einen facettenreichen Einblick in die Themen Rassismus, Extremismus, Inklusion und Homophobie in der Gesellschaft und im Sport. Das wichtigste dabei: Die Zukunft des Fußballs ist in jeglicher Hinsicht divers. Neben Reden und Diskussionen auf der Bühne standen auch Workshop-Phasen auf dem Programm. Geleitet von jeweils einer Expertin oder einem Experten hatten die Konferenzteilnehmer/-innen hier die Wahl zwischen den Themen Kommunikation, Arbeit mit ethnischen Minderheiten, Umgang mit Rassismus, Homophobie und Gendering sowie die Integration und Inklusion bspw. von Flüchtlingen oder Menschen mit Behinderung im Fußball.

Besonders eine Rede des Norwegers Bjorn Ihler werde ich vermutlich in meinem Leben nicht mehr vergessen. Sie hat mich emotional berührt und beeindruckt. Bjorn Ihler ist einer von wenigen Überlebenden des Terroranschlags von Oslo und Utoya aus dem Jahr 2011, dem insgesamt 77 Menschen zum Opfer fielen. Er teilte seine Erlebnisse mit uns, machte sich stark für Vielfalt und sprach darüber, welche Rolle jeder einzelne im Kampf gegen Radikalisierung und Extremismus spielen kann. Nicht wenigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz ging der Vortrag, für den Bjorn Ihler sehr viel Zuspruch erhielt, sehr nahe.
Darüber hinaus habe ich die Podiumsdiskussion, die unter dem Namen „Stimmen vom Platz“ zusammenkam, als sehr eindrucksvoll und interessant empfunden. Hier debattierten u.a. Bundesligaschiedsrichterin Bibiana Steinhaus, Belgiens Nationaltrainer Roberto Martinez und Ex-Barcelona und Manchester City-Spieler Yaya Touré über die Themen Sexismus, Vielfalt und Rassismus im Fußball. Auch wurden einige Lösungsvorschläge, wie man Rassismus im Fußball bekämpfen kann, behandelt. So schlug Bibiana Steinhaus vor, ein Fußballspiel sofort zu unterbrechen, wenn rassistische Äußerungen von der Tribüne fallen. Das wäre ein deutliches Zeichen, dass so etwas absolut nicht toleriert wird. Des Weiteren könnte sie sich vorstellen, dass die Unterbrechung auch dazu führt, dass umstehende Fans auf der Tribüne sich aktiver gegen die rassistischen Äußerungen bekennen.

Aus meiner Sicht war das Ganze eine fantastische Gelegenheit über die Grenzen des FVM und des DFB hinaus neue Kontakte zu knüpfen und zu netzwerken. Vor allem den Austausch mit anderen jungen Menschen aus unterschiedlichen Ländern Europas fand ich sehr interessant und aufschlussreich. Ich bin sehr dankbar dafür, dass der Fußball-Verband Mittelrhein und der Deutsche Fußball-Bund mir die Teilnahme an der UEFA #EqualGame Konferenz ermöglicht haben. Es war eine großartige Erfahrung, mit „Fußballverrückten“ aus ganz Europa Gedanken auszutauschen und nicht zuletzt ein Zeichen gegen Diskriminierung, Rassismus, Extremismus und Hass zu setzen und für Vielfalt einzustehen."

(Text: David Görgens).

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