19.02.2012, 17:57 Uhr
Jetzt zählt in Berlin sein Wort: Otto Rehhagel (Quelle: dapd)
Otto Rehhagel ist da - und hat die Spieler von Hertha BSC gleich in die Pflicht genommen. "Wenn einer die Regeln nicht beachtet, muss er das vorher sagen. Alle müssen ihr Ego in den Hintergrund stellen", betonte der 73-Jährige bei seiner Präsentation in der Hauptstadt. "Tag und Nacht müssen die Spieler an die nächsten Spiele denken", forderte Rehhagel: "Dazu gehört, dass man auch außerhalb die Dinge an die Seite stellt."
Bereits zuvor hatte er einen Gruß an seine neue Mannschaft gesendet. "Ab Montag bin ich bei Hertha das Gesetz und alle hören auf mein Kommando. Ich habe immer das letzte Wort, bin ab jetzt Tag und Nacht für Hertha da – und zwar immer pünktlich", sagte er in der "Bild am Sonntag".
50 Journalisten und 15 Kamerateams nahmen "König Otto" in der Hertha-Geschäftsstelle in Empfang, als er sich erstmals in Berlin präsentierte. Dabei zeigte sich der frühere Meistermacher von Werder Bremen und dem 1. FC Kaiserslautern gewohnt kampfeslustig. "Ich fühle mich fit, das wird eine spannende Zeit. Ich habe es deswegen gemacht, weil Berlin ein besonderer Ort ist und ich möchte, dass Hertha in der Bundesliga bleibt", sagte Rehhagel, der von 1963 bis 1966 schon als Spieler für die Berliner aktiv war. Momentan ist Hertha 15., hat alle fünf bisherigen Rückrundenspiele verloren und dabei nur ein Tor erzielt.
Am Vormittag hatte Manager Michael Preetz den neuen Cheftrainer am Flughafen Tegel abgeholt. Der 73-jährige Rehhagel war mit Flug AB 6438 aus Düsseldorf kommend um 10.50 Uhr gelandet. Um 11.03 Uhr verließ er winkend das Flughafengebäude und fuhr mit Preetz zusammen zur offiziellen Vorstellung. Am Dienstag wird Rehhagel erstmals das Training leiten. Seine Assistenten sind die Ex-Profis René Tretschok und Ante Covic, die beim 0:1 gegen Borussia Dortmund als Interims-Trainer auf der Bank saßen.
Angst um seinen Ruf hat der Europameister-Coach von 2004 mit Griechenland und mehrmalige deutsche Meister und DFB-Pokalsieger bei seiner Hertha-Mission nicht. "Meine Reputation kann man mir nicht mehr nehmen", betonte Rehhagel: "Wenn wir es tatsächlich nicht schaffen sollten, hat es nicht gereicht."
Quelle: sid , dpa
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