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Verletzter Prödl: "Der Weg zurück wird nicht einfach"

22.01.2012, 15:37 Uhr

Sebastian Prödl erlitt im Spiel beim 1. FC Kaiserslautern schwere Gesichtsverletzungen. (Quelle: imago)

Sebastian Prödl erlitt im Spiel beim 1. FC Kaiserslautern schwere Gesichtsverletzungen. (Quelle: imago)

Trotz seiner schweren Gesichtsverletzung denkt Werder Bremens Abwehrspieler Sebastian Prödl schon wieder an sein Comeback. Nach dem Bruch seines Oberkiefers, seiner Nase und der erlittenen Gehirnerschütterung in Kaiserslautern überwiegen beim österreichischen Fußballer jedoch noch die Schmerzen. "Es geht mir - ehrlich gesagt - dreckig", teilte Prödl auf seiner Homepage mit.

Auch wenn Prödl nun ein langer Ausfall droht, will der Österreicher sobald wie möglich an seinem Comeback arbeiten. "Der Weg zurück wird nicht einfach, aber ich weiß schon jetzt, dass mich die Unterstützung durch meine Familie, Freundin, Freunde, Verein und alle Fans bald wieder zu alter Stärke zurückführen wird."

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Der Abwehrspieler war beim 0:0 in Kaiserslautern von Gegenspieler Dorge Kouemaha heftig mit dem Fuß im Gesicht getroffen worden. Die Szene war der größte Aufreger der Partie. Zunächst traf Markus Rosenberg mit einem Kopfball nur den Pfosten. Beim Versuch, den Abpraller zu verwerten, wurde Prödl dann von Kouemaha mit voller Wucht am Kopf getroffen und musste mit einer blutenden Wunde vom Platz getragen werden. Mit schweren Gesichts- Verletzungen verbrachte Prödl die Nacht schließlich in einer Klinik in Kaiserslautern.

Allofs kritisiert Schiedsrichter Hartmann scharf

Werder-Geschäftsführers Klaus Allofs schäumte nach Spielende vor Wut. "Ich bin traurig darüber, dass sich Basti so schwer verletzt hat. Traurig bin ich aber auch darüber, dass eine solche Aktion nicht geahndet wird. Es ist für mich unverständlich, dass weder der Schiedsrichter noch sein Assistent das als elfmeterwürdig ansieht. Es geschehen schon seltsame Dinge", übte Allofs harte Kritik an Referee Robert Hartmann und dessen Gespann.

Schon zur Pause hatte Allofs dem Unparteiischen seinen Unmut kundgetan. "Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen. Er hat mir gesagt, er hätte es nicht gesehen. Aber dafür hat man dann einen Assistenten. Die zeigen sonst ja auch alle möglichen Dinge an. Es gab drei Leute im Stadion, die es nicht gesehen haben. Und die, die am Bierstand waren", sagte Allofs mit Ironie in der Stimme.

Fritz: "Der Assistent muss das gesehen haben"

Auch Werder-Trainer Thomas Schaaf wetterte gegen den Unparteiischen. "Es ist mir unverständlich, wie man so etwas nicht sehen kann." Und auch die Bremer Profis waren angefressen. "Dem Schiedsrichter hat vielleicht die Unterstützung von der Linie gefehlt. Der Assistent muss das gesehen haben", erklärte Kapitän Clemens Fritz. Und Torwart Tim Wiese sagte: "Der Fuß war so hoch, das habe ich sogar gesehen."

Prödls Ausfall zwingt Werder dazu, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. "Ich denke schon, dass wir uns jetzt Gedanken machen müssen", sagte Allofs. Denn mit Andreas Wolf steht ein weiterer Innenverteidiger nicht mehr zu Verfügung. Der 29-Jährige wechselt für eine Ablösesumme von geschätzten 900.000 Euro zum französischen Zweitligisten AS Monaco. Bei den Monegassen unterschrieb Wolf einen Vertrag bis 2015.

Quelle: FUSSBALL.DE , dpa , sid

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