21.12.2011, 09:31 Uhr
Zwiegespräch: Luis Suarez hat sich gegenüber Patrice Evra (links) massiv im Ton vergriffen haben. (Quelle: dpa)
Luis Suarez vom FC Liverpool ist wegen rassistischer Äußerungen für acht Spiele gesperrt worden. Der englische Verband FA sah es als erwiesen an, dass der Stürmer seinen Gegenspieler Patrice Evra von Manchester United am 15. Oktober wegen dessen Hautfarbe beleidigt hat. Wie die FA außerdem mitteilte, muss der 24 Jahre alte Uruguayer zudem 40.000 Pfund (rund 47. 600 Euro) Strafe bezahlen. Suarez, der den Vorwurf bestreitet, oder sein Verein haben zwei Wochen Zeit für einen Einspruch.
Frankreichs Nationalspieler Evra hatte unmittelbar nach der Partie in Liverpool (1:1) die Vorwürfe erhoben. Dabei gehe es vor allem um einen speziellen, beleidigenden Ausdruck. "Man kann sehen, dass er das ominöse Wort zehnmal sagt", unterstrich der Verteidiger in einem TV-Interview. "Dafür ist im Jahr 2011 kein Platz mehr."
Suarez hatte sich von Beginn an gegen den Rassismus-Vorwurf gewehrt. Sowohl der Klub als auch Coach Kenny Dalglish unterstützten ihn dabei. Eine unabhängige Kommission der FA befragte Spieler und Zeugen und kam nun zu einem Urteil.
Der Stürmer bestreitet die Anschuldigungen vehement. "Ein schmerzhafter Tag für mich und meine Familie", kommentierte er bei Twitter. Der Südamerikaner und sein Klub würden gegen das Urteil Einspruch einlegen, teilte sein Anwalt Alejandro Balbi mit. Suarez sei "überzeugt, dass die harten Sanktionen aufgehoben werden können".
Quelle: dpa
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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