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Gleich acht Spieler haben früher Feierabend

25.08.2013, 22:21 Uhr | FUSSBALL.DE

Szabolcs Huszti von Hannover 96 sieht im Spiel gegen Schalke 04 die Rote Karte. (Quelle: imago\Claus Bergmann)

Szabolcs Huszti von Hannover 96 sieht im Spiel gegen Schalke 04 die Rote Karte. (Quelle: Claus Bergmann/imago)

Acht Platzverweise, fünf Elfmeter und jede Menge Diskussionsstoff: Der 50. Geburtstag der Bundesliga hat es in die Geschichtsbücher geschafft. Denn gleich acht Spieler mussten in den neun Partien des 3. Spieltags mit Gelb-Roten oder Roten Karten vorzeitig in die Kabine - so viele waren es noch nie.

Sejad Salihovic, Benedikt Höwedes, Szabolcs Huszti, Admir Mehmedi, Ibrahima Traore (alle Rot), Christian Fuchs, Francis Coquelin und Luiz Gustavo (Gelb-Rot) stellten somit einen neuen Negativrekord auf. Doch damit nicht genug der unfairen Regelverstöße: Erstmals in der Historie gab es an den ersten drei Bundesliga-Spieltagen 15 Strafstöße.

Schiedsrichter in der Kritik

Von einem Sittenverfall will aber trotz der vielen Aufreger niemand sprechen: "Es hat auch in der Vergangenheit immer wieder Spieltage mit außergewöhnlich vielen Roten Karten gegeben. Einen Trend will ich aus den Vorkommnissen nicht ableiten. Dafür ist die Saison ja auch noch viel zu jung", sagte Hellmut Krug, der Schiedsrichter-Beauftragte der Deutschen Fußball Liga (DFL).

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Viel mehr richtete sich die Kritik gegen die Schiedsrichter. Vor allem die Platzverweise gegen Traore und Coquelin sowie die Elfmeter für den FC Bayern und gegen Gladbach sorgten für jede Menge Kritik. "In unserer Analyse sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Gelb-Rote Karte beim Spiel in Hoffenheim überzogen war", sagte auch Krug.

Streich ist stocksauer

Eben jener ungerechtfertigte Platzverweis durch Tobias Stieler beim badischen Derby zwischen 1899 Hoffenheim und dem SC Freiburg (3:3) gegen den Freiburger Coquelin (41.) brachte SC-Coach Christian Streich derart auf die Palme, dass er auf die Tribüne verbannt wurde und auch weit nach Schlusspfiff noch völlig außer sich war. "Es wurde uns genommen, 80 Minuten mit elf gegen zehn zu spielen. Und mir wurde es genommen, weiter mit der Mannschaft zu arbeiten. Das ist Wahnsinn", wütete der Trainer: "Das war ein fairer Zweikampf mit der Konsequenz, dass der Spieler vom Feld und ich auf die Tribüne muss. Fehlentscheidungen passieren, der Schiedsrichter hat den schwersten Job von allen. Aber da fehlt jede Verhältnismäßigkeit. Das haut dich um."

Rückendeckung erhielt Streich von seinem Chef. "Das Feuer brachten nicht die Mannschaften ins Spiel, sondern der Schiedsrichter. Jeder hat mal einen guten und einen schlechten Tag. Diesmal hatte der Schiedsrichter nicht seinen besten", sagte SC-Präsident Fritz Keller: "Als Beteiligter verlierst du bei so einem Spiel zwei Jahre deines Lebens."

Eberl und Dufner für Regeländerungen

Ähnlich fühlte sich Trainer Lucien Favre von Borussia Mönchengladbach. Nach dem 2:4 bei Bayer Leverkusen kritisierte der Coach die Regelauslegung bei Handspielen im Strafraum. "Diese Regel ist katastrophal, unfair, verrückt", sagte der Schweizer. Auslöser für Favres Kritik war ein von Felix Brych gegebener Elfmeter, nachdem Ömer Toprak dem Gladbacher Juan Arango von hinten an den Arm geköpft hatte.

Der Gladbacher Sportchef Max Eberl forderte nach der Szene eine Änderung der Regel. "Das große Problem der Schiedsrichter ist, dass sie nicht alles gleich bewerten. Der Elfer gegen uns war Hand, okay, aber dann hätten wir auch einen kriegen müssen", äußerte der Ex-Profi: "Dann wissen alle, auch wenn die Situation noch so komisch war: Hand im Strafraum ist Elfmeter. Dann ist auch egal, aus welcher Entfernung. Und angeschossen gibt es nicht."

Eberls Kollege Dirk Dufner von Hannover 96 stellte nach dem Spiel gegen Schalke 04 (2:1) mit drei von Bastian Dankert ausgesprochenen Platzverweisen ebenfalls grundsätzliche Fragen. "Mittlerweile ist das eine bedenkliche Entwicklung bei den Roten Karten", sagte Dufner: "Vielleicht muss man nicht immer gleich Rot geben, wenn man Rot geben kann. Vielleicht tut es auch mal Gelb, sonst enden die Spiele künftig immer mit neun Mann gegen acht."

Quelle: FUSSBALL.DE

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