19.12.2012, 10:01 Uhr | dpa, t-online.de
Chelseas Trainer Roberto Di Matteo stemmt in München den Champions-League-Pokal in die Höhe. (Quelle: MIS/imago)
Werder Bremens Suche nach einem Nachfolger für Klaus Allofs geht in die nächste Runde. Nach den Absagen von Dietmar Beiersdorfer und Marc Kosicke ist nun offenbar ein neuer Name für den Posten des Sportdirektors in der Verlosung: Roberto di Matteo, Ex-Chelsea-Trainer und Gewinner der Champions League 2012.
Wie die "Sport Bild" berichtet, sollen die Bremer Verantwortlichen bereits über eine Verpflichtung diskutieren.
"Wir werden mit der gebotenen Sorgfalt die vorliegenden Personalalternativen zur Besetzung der Geschäftsführerstelle Sport prüfen und alles daran setzen so zügig wie möglich eine Entscheidung herbeizuführen", hatte der Vorsitzende des Aufsichtsrates Willi Lemke zuletzt erklärt. Ziel war es zunächst, den neuen Mann bis zum Beginn des Jahres 2013 zu präsentieren. Durch die Absagen von Beiersdorfer und Kosicke verzögerte sich die Suche jedoch.
Di Matteo, der fließend Deutsch spricht, wäre in jedem Fall die "große" Lösung und entsprechend teuer. Ein siebenstelliges Gehalt müsste der SVW wohl einplanen. Im Sommer hatte der 42-Jährige mit dem FC Chelsea den FC Bayern München im eigenen Stadion geschlagen und das Finale der Königsklasse im Elfmeterschießen mit 4:3 für sich entschieden. Der in der Schweiz geborene Italiener wurde jedoch nach einem verkorksten Saisonbeginn bei den Londonern gefeuert und ist seitdem vereinslos.
Im Rennen um eine Verpflichtung Di Matteos konkurrieren die Bremer aber offenbar mit dem FC Schalke 04. Der Diplom-Betriebswirt steht bei den Königsblauen als langfristige Trainer-Lösung auf der Liste, berichtet die "Sport Bild". Demnach soll er sich bereits ein Heimspiel in der Veltins-Arena angesehen haben.
Eine wesentlich günstigere Alternative zu Di Matteo wäre für die Bremens Ex-Profi Marco Bode, der sich einen Einstieg als Geschäftsführer derzeit noch offen hält. "Mich hat es bislang nicht ins operative Geschäft gedrängt. Das tut es auch jetzt nicht. Aber ich habe es auch nie ausgeschlossen", sagte der 43-Jährige jüngst der "Kreiszeitung Syke". Lemke hat die Hoffnung nicht aufgegeben: "Vielleicht gibt es noch Hoffnung, dass er es sich anders überlegt", sagte er dem Bremer "Weser-Kurier".
Quelle: dpa, t-online.de
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