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Heldt stinksauer: "Wir wollen anscheinend nichts"

21.04.2013, 11:37 Uhr | T-Online.de, sid

Horst Heldt vom FC Schalke 04 (Quelle: imago\Jan Hübner)

Schalke-Manager Horst Heldt nach der bitteren Pleite in Frankfurt. (Quelle: Jan Hübner/imago)

Horst Heldt war bedient. Auf die Frage nach den Konsequenzen der bitteren 0:1-Pleite bei Eintracht Frankfurt hatte der gereizte Schalke-Manager nur gewartet. "Vielleicht sollte ich den Spielern die Freundschaftsspiel-Tournee zeigen, die wir in der kommenden Saison jeden Dienstag und Mittwoch absolvieren werden. Ich stelle mich darauf ein, mit der Mannschaft unter der Woche auf Tour zu gehen", giftete Heldt angesichts der brisanten Lage im Kampf um einen Champions-League Platz. Sogar die Europa League ist plötzlich in Gefahr.

Einmal in Rage nahm er auch gleich die Profis ins Visier. "Entweder man will etwas, oder nicht. Wir wollen anscheinend nichts."

"Es funktioniert seit 50 Jahren nicht"

Die Königsblauen liegen vier Spieltage vor Saisonende bereits sieben Punkte hinter dem Dritten Bayer Leverkusen, der Abstand auf den achten Platz beträgt nur noch zwei Zähler. "Ich kann die Leistung nicht erklären. Vielleicht sind die Spieler zu jung, um zu begreifen, um was es geht", sagte Heldt, bei dem am Ende sogar Resignation zu spüren war: "Was soll ich noch reden? Es funktioniert schon seit gefühlten 50 Jahren bei Schalke nicht."

Dabei hatte es vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena zu Beginn noch gut funktioniert. Die Königsblauen waren überlegen und hatten zahlreiche Chancen. Doch nachdem Michel Bastos mit einem Handelfmeter am überragenden Frankfurter Torwart Oka Nikolov gescheitert war (24.), ging alles schief. Erst traf Marco Russ für die Gastgeber (41.), dann verweigerte Schiedsrichter Günter Perl den Schalkern einen regulären Treffer durch den Finnen Teemu Pukki (47.). Am Ende eines unterhaltsamen Spiels mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten stand die erste Schalker Niederlage nach 13 ungeschlagenen Punktspielen gegen die Hessen.

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Keller zeigt in der Niederlage Größe

Immerhin zeigte Trainer Jens Keller, der nach wie vor um einen Vertrag für die kommende Saison kämpft, nach dem Schlusspfiff Größe. Der Coach, der von 2002 bis 2005 als Spieler bei der Eintracht unter Vertrag gestanden hatte, verzichtete auf die sonst üblichen Schuldzuweisungen in Richtung des Referees.

"Soll ich jetzt bei der Leistung des Schiedsrichters anfangen? Ich habe genug mit der Leistung meiner Mannschaft zu tun", sagte der frustrierte Keller: "Nach dem Elfmeter haben wir uns selbst aus dem Spiel genommen. Mit den gesamten letzten 70 Minuten bin ich sehr unzufrieden."

Höwedes: "Haben unsere Leistung nicht gebracht"

Im Gegensatz zu ihrem Trainer versuchten es die Profis mit einer Mischung: Selbstkritik paarte sich mit Schiedsrichter-Schelte. "Der Schiedsrichter hat seinen Teil zu der Niederlage beigetragen. Aber wir müssen uns die Schuld selbst zuschreiben. Wir haben unsere Leistung in einer entscheidenden Phase nicht gebracht", sagte Kapitän Benedikt Höwedes. "Für uns geht es nur noch darum, den vierten Platz zu holen - das wird schwer genug."

Quelle: T-Online.de, sid

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