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Kein Pardon für motzende Trainer

13.01.2013, 15:43 Uhr | sid

96-Trainer Mirko Slomka (li.) schildert dem Schiedsrichter-Trio seine Sicht der Dinge. (Quelle: imago\Team 2)

96-Trainer Mirko Slomka (li.) schildert dem Schiedsrichter-Trio seine Sicht der Dinge. (Quelle: Team 2/imago)

Für die Rumpelstilzchen an der Seitenlinie wird auch in der Bundesliga-Rückrunde ein Platz auf der Tribüne freigehalten. "Wenn die Ebene eines normalen und gesitteten Umgangs miteinander verlassen wird, dann muss auch eine Reaktion durch den Schiedsrichter erfolgen", sagte Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel nach der Halbzeittagung der Top-Referees unmissverständlich in Richtung von Trainern wie Jürgen Klopp, Thomas Tuchel, Christian Streich und Co.

Kein Pardon soll es auch für Ellbogenschläger geben - ihnen droht schneller die Rote Karte.

Fröhlich: "Verhalten war überwiegend im Rahmen"

Der Stress der Trainer mit den Vierten Offiziellen, der in der Hinrunde immer wieder für Wirbel gesorgt hatte, wurde an den drei Tagen in Mainz unter der Rubrik "Teamarbeit" abgehandelt. Dabei übten sich die Schiedsrichter auch in Selbstkritik. "Zum Teil wurden zu Recht Verweise aus dem Innenraum veranlasst. Zum Teil aber auch nicht", sagte DFB-Abteilungsleiter Lutz Michael Fröhlich, der das Thema aber klein halten wollte: "Das Verhalten von beiden Seiten war ganz überwiegend im Rahmen. Es war insgesamt kommunikativ und dialogorientiert, so wie es sein muss. Es gab nur wenige Ausnahmefälle, wo übertrieben gestikulierend reklamiert wurde."

Dass gerade Fröhlich in dieser Debatte um Ausgleich bemüht ist, kommt nicht von ungefähr. Schließlich hatte der Berliner vor sieben Wochen explizit Klopp vorgeworfen, ein schlechtes Vorbild abzugeben und Respektlosigkeiten gegen Schiedsrichter im Amateurbereich zu fördern. Von "aggressivem Potenzial", aus dem "gewaltsame Exzesse entstehen können", hatte Fröhlich damals gesprochen.

Ellbogenschläge sollen konsequent geahndet werden

Der Coach von Borussia Dortmund und andere Trainer erklärten daraufhin, dass Fröhlich mit seiner Aussage zu weit gegangen sei. Um Auseinandersetzungen der Unparteiischen mit den Trainern gar nicht erst aufkommen zu lassen, wollen die Schiedsrichter ihre Teamarbeit auf dem Platz weiter verbessern. "Auch wenn vieles positiv war. An der Abstimmung im Team muss immer gearbeitet werden, mit dem Ziel, noch effektiver zu werden", sagte der Schiedsrichter-Experte der Deutschen Fußball Liga (DFL), Hellmut Krug.

Zu diesem Zweck führte der Gelsenkirchener den Referees bei seiner Schulung 30 Szenen vor. Videomaterial studierten die Unparteiischen, die sich über die Gewalt im Amateur-Bereich und das Nachwuchsproblem unterhielten, auch beim Thema "Armeinsatz bei Lauf- und Luftduellen". Fröhlich machte klar, dass es für absichtliche Schläge zukünftig konsequent Platzverweise geben soll. "Hier haben wir uns mit den Schiedsrichtern die Situationen aus der Hinrunde noch einmal angeschaut und die Fälle zum Maßstab genommen, in denen bei Schlagbewegungen oder übermäßige Härte in Form von Armeinsätzen gegen den Kopf des Gegners konsequent Feldverweise ausgesprochen wurden", sagte der 55-Jährige.

Fandel: "Niveau der Spielführung ist sehr hoch"

Obwohl die Referees also in manchen Punkten noch Luft nach oben haben, zogen Fandel und Fröhlich ein positives Hinrunden-Fazit. Die Bewertungen strittiger Szenen sei weitgehend einheitlich, die Handspiel- und Abseitsentscheidungen seien trotz der schwierigen Bewertung in vielen Fällen zum allergrößten Teil richtig gewesen. "Natürlich gab es Fehler. Doch die richtigen Entscheidungen, auch in sehr schwierigen Situationen, überwiegen bei Weitem. Es ist Linie erkennbar, das Niveau der Spielführung ist sehr hoch, auch international anerkannt auf einem Toplevel - so wie es sich für eine Topliga gehört", sagte Fandel.

Quelle: sid

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