09.01.2012, 15:53 Uhr
Ein Kreisklassen-Schiedsrichter in Brandenburg darf wegen rechtsextremer Äußerungen vorerst keine Spiele mehr leiten. Der Vorsitzende des zuständigen Fußball-Kreises Ost-Uckermark, Frank Fleske, bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Märkischen Oderzeitung". Die Maßnahme gilt bis zu einem Sportgerichtsurteil.
"Es hat eine persönliche Aussprache mit dem Schiedsrichter gegeben. Er hat alles zugegeben, sich entschuldigt, und gesagt, es kommt nicht mehr vor. Wir haben das Sportgericht angerufen - einen Verhandlungstermin gibt es noch nicht", sagte Fleske. Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter bestätigte ferner, der 22-jährige Unparteiische habe auf seiner Facebook-Seite eine antisemitische und fremdenfeindliche Haltung propagiert.
Das Facebook-Profil sei inzwischen gelöscht worden. Beschwerden von Spielern über den Schiedsrichter des SV Rotation Schwedt hat es laut Fleske bisher nicht gegeben. "Er hat seine Spiele ordentlich geleitet", sagte Fleske.
Quelle: dpa
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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