06.11.2012, 10:03 Uhr | FUSSBALL.DE
Sebastian Boenisch wehrt sich gegen die Spionage-Vorwürfe. (Quelle: imago)
Von wegen Werks(elf)-Spionage: Bayer Leverkusens Sebastian Boenisch hat den Verdacht, vor dem Rhein-Derby Düsseldorfer Interna ausgeplaudert zu haben, vehement abgestritten: "Ich bin kein Spion, hatte vorm Spiel keinen Kontakt zu Bayer", sagte er der "Bild". "Da kannte man Düsseldorf eh genau, meine Hilfe wäre gar nicht nötig gewesen." Boenisch war kurz vor Anpfiff des Spiels zu Bayer gewechselt, nachdem er zuvor beim Gegner Fortuna Düsseldorf mittrainiert hatte. Düsseldorfs Finanzvorstand Paul Jäger warf dem Polen daraufhin "miesen Stil" vor.
"Ich kenne Herrn Jäger nicht und habe nie mit ihm gesprochen", erklärte der 25-jährige Boenisch. "Ich kann das nicht nachvollziehen. Ein Wechsel zur Fortuna stand nicht zur Debatte."
Rückendeckung bekam Boenisch von Rudi Völler. "Jägers Aussagen sollte man nicht auf die Goldwaage legen", sagte Leverkusens Sportdirektor. "Wir haben den Spieler unabhängig von der Spielkonstellation geholt, weil wir auf der linken Abwehrseite Bedarf hatten." Der Klub braucht dringend Ersatz für die verletzten Außenverteidiger Michael Kadlec und Daniel Schwaab.
Auch Fortuna-Coach Norbert Meier wollte dann doch nicht soweit gehen, Boenisch als möglichen Maulwurf für die Niederlage verantwortlich zu machen. "Daran hat es nicht gelegen. So etwas ist absolut normal in unserem Business", erklärte er gegenüber dem "Express". "Der Spieler war verletzt und suchte eine Möglichkeit. Da habe ich ihn in Absprache mit Wolf Werner bei uns mitmachen lassen."
Der Vertrag des polnischen Nationalspielers bei Werder Bremen war im Sommer ausgelaufen. Seitdem befand sich Boenisch auf Vereinssuche.
Quelle: FUSSBALL.DE
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