03.12.2009, 17:11 Uhr
Einer der weltbesten Verteidiger: Vidic. (Foto: imago)Streng genommen ist es für Serbien die Premiere bei einer WM. Denn bislang hat der Fußballverband des Landes immer unter anderen Namen teilgenommen. Aber natürlich steht jede serbische Nationalmannschaft in der traditionellen Linie früherer großer Teams vom Balkan - ob diese sich nun Jugoslawien oder Serbien und Montenegro nannten.
Die WM 2006 allerdings, die trotz bereits erfolgter Abspaltung letztmalig mit Montenegro gespielt wurde, möchten alle Beteiligten bestimmt schnell vergessen. Denn in einer Gruppe mit Argentinien, Holland und er Elfenbeinküste schied das Team mit null Punkten und 2:10 Toren sang- und klanglos aus.
Serbien hat sich überraschend als Sieger der Gruppe 7 durchgesetzt - vor dem großen Favoriten Frankreich. Zwar verloren die Serben bei den Franzosen mit 1:2, doch im Rückspiel in Belgrad gab es immerhin ein 1:1 und darüber hinaus leistete sich das Team keinen Ausrutscher mehr, sieht man vom 1:2 im unwichtig gewordenen letzten Spiel in Litauen ab. Denn nach einem klaren 5:0 über Rumänien hatten die Weißen Adler die Qualifikation längst sicher.
Erfahrener Trainer: Serbiens Antic. (Foto: imago)Radomir Antic kann auf eine reiche Trainerkarriere zurückblicken. Ende der Achtziger Jahre zog der Co-Trainer von Partizan Belgrad los, um die große (spanische) Fußballwelt zu erobern. Als einziger Coach überhaupt stand er sowohl bei Real Madrid, als auch bei Atletico Madrid und beim FC Barcelona unter Vertrag. Saragossa, Oviedo und Celta Vigo komplettieren seine Trainerstationen. Die Engagements bei Real und Barca blieben allerdings Episoden. Den größten Erfolg hatte Antic mit Atletico, das er 1996 zum Double aus Meisterschaft und Pokal führte und damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte auch in die Champions League. 2008 kehrte Antic in seine Heimat zurück, nur zwei Wochen vor Beginn der Qualifikation wurde er zum Nationalcoach ernannt. In seiner bisherigen Amtszeit hat er immer wieder jungen Spielern eine Chance gegeben, etwa Dortmunds Verteidiger Neven Subotic.
Über den Umweg Spartak Moskau ist Nemanja Vidic im Winter 2005 beim englischen Meister Manchester United gelandet. Zehn Millionen Euro zahlte United für den Innenverteidiger, der seine Karriere bei Roter Stern Belgrad begann und dort 2002 den ersten Meistertitel feierte. Heute gilt Vidic als einer der besten Defensivspieler weltweit. Sein Stellungsspiel ist einmalig, er ist zweikampf- und kopfballstark. Bei Standardsituationen ist er immer im gegnerischen Strafraum zu finden. Die WM 2006 verpasste der kompromisslose Abräumer wegen einer Verletzung.
Trainer Antic hat eine gute Mischung aus Routiniers wie Mladen Krstajic und Dejan Stankovic sowie Nachwuchshoffnungen wie Zoran Tosic oder Miralem Sulejmani zusammengestellt, die zum allergrößten Teil in den europäischen Topligen ihr Geld verdienen und dort wertvolle Erfahrungen sammeln. In der Qualifikation hat das Team sein Können angedeutet, bei der WM sollte das Achtelfinale drin sein.
Serbien im Überblick:
| |
Spitzname | Beli Orlovi - die weißen Adler |
Trainer | Radomir Antic |
Kapitän | Dejan Stankovic |
Größter Erfolg | |
FIFA-Weltranglistenplatz | 20 |
Bisherige WM-Teilnahmen | - |
Quelle: t-online.de
Ein Anderer rückt für Schweinsteiger ins Team.
mehr zum FC BayernEx-Hertha-Coach: "An einem Strick ziehen."
mehr zu 1899 HoffenheimNews: 1899-Mäzen Hopp bedauert Stanislawski-Aus.
zum VideoDortmund trifft auf Wundertüte Leverkusen.
zum VideoNews: 1899-Mäzen Hopp bedauert Stanislawski-Aus.
zum VideoDortmund trifft auf Wundertüte Leverkusen.
zum VideoFolgt Louis van Gaal auf Fred Rutten?
mehr Fußball-NewsProzess nach Spielabbruch wird neu aufgerollt.
mehr zum Becherwurf