18.01.2013, 10:12 Uhr | dpa
Kevin-Prince Boateng verlässt wutentbrannt den Platz. Nun spricht er über diese Szene zu den Vereinten Nationen. (Quelle: Gribaudi/Image Photo/imago)
Mittelfeldspieler Kevin-Prince Boateng spricht bei einer Anti-Rassismus-Veranstaltung der Vereinten Nationen. Die 15-minütige Rede des Spielers vom AC Mailand ist für den 21. März zum Internationalen Tag gegen Rassismus in Genf geplant.
Der Profi hatte bei einem Spiel in Busto Arsizio nach 26 Minuten den Platz verlassen, weil gegnerische Fans ihn und die übrigen dunkelhäutigen Milan-Spieler rassistisch verhöhnt hatten. Seine Teamkollegen folgten dem gebürtigen Berliner mit ghanaischen Wurzeln, das Spiel wurde abgebrochen.
Er fühle sich geehrt und sei schon aufgeregt, sagte Boateng über die Einladung. "Ich werde sagen, was ich darüber denke. Nämlich, dass wir alle gleich sind und dass die Ereignisse von Busto Arsizio eine schlimme Sache waren."
Für die konsequente Reaktion bei dem anschließend abgebrochenen Spiel bekamen Boateng und sein Team großes Lob. FIFA-Präsident Joseph Blatter sagte dazu: "Wenn ein Spieler vom Feld geht, weil er rassistisch beschimpft wurde, so wie es Kevin-Prince Boateng getan hat, ist es ein starkes und mutiges Signal. Es ist eine Art zu sagen: Bis hierhin und nicht weiter. Das ist lobenswert."
Quelle: dpa
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