05.02.2012, 10:02 Uhr
Arjen Robben (li.) und Holger Badstuber diskutieren die Leistung des FC Bayern München. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Den Auftakt in die Rückrunde hat sich FC Bayern München sicher ganz anders vorgestellt. Nach der Pleite bei Borussia Mönchengladbach und dem hart erkämpften Sieg gegen Wolfsburg gab es am Samstagabend beim Hamburger SV nur ein 1:1 (0:1). Die Folge ist der Verlust der Tabellenführung an den Deutschen Meister aus Dortmund. Doch noch mehr Grund zur Sorge dürfte den Bossen vor allem das Auftreten der Mannschaft bereiten.
In Hamburg präsentierte sich die Elf von Jupp Heynckes über weite Strecken ideenlos und weit entfernt von jener Dominanz, die den FC Bayern in der Hinrunde noch wie den designierten Meister erscheinen ließ.
"Mit dem Ergebnis sind wir alle nicht zufrieden, weil wir nach Hamburg gekommen sind, um das Spiel zu gewinnen. Meine Mannschaft muss diesen Anspruch haben. Deswegen sind wir natürlich mit dem Ergebnis sehr unzufrieden", sagte Heynckes gegenüber LIGA total!. Er sei zwar mit dem Einsatz des Teams zufrieden, doch Borussia Dortmund macht momentan den stärkeren Eindruck. Die Borussen hatten zum Rückrunden-Auftakt mit 5:1 beim HSV gewonnen. Heynckes setzt auf den Faktor Zeit. "Die Saison ist nach sehr lang, und da kann noch sehr viel passieren", so der Trainer. Trotzdem sei es natürlich schöner, an der Spitze zu stehen.
News: Skibbe unter Druck, Personalsorgen bei Bayer Leverkusen, 1860-Coach verlängert. zum Video
Beim Spiel in Hamburg konnten weder Franck Ribéry, noch Arjen Robben oder Mario Gomez in der Offensive Akzente setzen. Einzig Thomas Müller war auf Seiten der Bayern ein Aktivposten. Aus dem Mittelfeld kamen keine Impulse, weder von Toni Kroos noch von Bastian Schweinsteiger. Ribéry und Robben wurden auf den Flügeln eng markiert.
"Momentan gibt es viele Mannschaften, die die Bayern außen doppeln und es damit auch schaffen, den Bayern den Rhythmus zu nehmen. Das haben wir heute auch versucht und auch geschafft", sagte HSV-Verteidiger Dennis Aogo zum erfolgreichen taktischen Konzept von Trainer Thorsten Fink. Zurzeit reicht das schon, um das Spiel des FC Bayern zum Erlahmen zu bringen.
In Dortmund dürften sich die Verantwortlichen nach der Partie in Hamburg die Hände gerieben haben. Während Trainer Jürgen Klopp Fragen nach der Titelverteidigung weiter konsequent abbügelt, trauen sich die Spieler schon etwas weiter aus der Deckung - allen voran Kevin Großkreutz. "Bayern hat doch gesagt, dass sie mehr Qualität haben. Dann sollen sie es zeigen", sagte der für seine flotten Sprüche bekannte Flügelspieler. Auch die Borussia hatte beim Spiel in Nürnberg nicht geglänzt, sich aber letztlich sicher mit 2:0 durchgesetzt. Eine Qualität, die früher vor allem die Bayern ausgezeichnet hatte.
Sollte Bayern in den nächsten Spielen nicht die Kurve bekommen, droht die Meisterschaft wieder an die Konkurrenz zu gehen. Neben den Dortmundern sitzen auch noch der FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach dem Rekordmeister im Nacken.
Quelle: FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
mehr zur RelegationAmateurtor der Woche: Wähle aus drei Treffern!
zum Voting-VideoDer Europa-League-Sieger sorgt für ein Highlight.
zum VideoDer Europa-League-Sieger sorgt für ein Highlight.
zum Video