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Stevens tobt auf Schalke

12.02.2012, 14:01 Uhr

Huub Stevens ärgert sich über die Leistung seiner Mannschaft gegen Gladbach. (Quelle: imago)

Huub Stevens ärgert sich über die Leistung seiner Mannschaft gegen Gladbach. (Quelle: imago)

Er schrie, er schimpfte, er lief stocksauer auf und ab: 90 Minuten lang gab Schalkes Trainer Huub Stevens an der Seitenlinie vergeblich Vollgas, dann durfte er seiner Wut endlich Luft machen. "Wenn einige Spieler so auf dem Platz laufen, vor allem gegen Ende des Spiels, dann müssen sie nicht auf den Platz kommen. Dann sind sie es nicht wert, dass sie bei Schalke spielen", sagte der Niederländer nach dem bitteren 0:3 (0:3) bei Borussia Mönchengladbach.

Rums, das saß! Keine einzige Torchance hatte sich Schalke im Borussia-Park erspielt, von Gegenwehr gegen den Gladbacher Sturmlauf war nie etwas zu spüren. "Meine Spieler haben sich nicht an Absprachen gehalten. So kann man hier nichts holen, das war enttäuschend", sagte Stevens und kündigte Konsequenzen schon für das Europa-League-Spiel bei Viktoria Pilsen an.

"Die erste Halbzeit war einer Schalker Mannschaft nicht würdig"

"Darüber werden wir sprechen, das ist doch klar", sagte Stevens. Wie die Konsequenzen aussehen könnten, ließ er jedoch offen. Doch allen voran die Offensive mit Jose Manuel Jurado, Klaas-Jan Huntelaar und auch Raul war gegen Gladbach an Harmlosigkeit nicht zu übertreffen. "Es waren mehrere Spieler, die nicht im Spiel waren", sagte der Trainer, und auch Manager Horst Heldt nahm niemanden aus seiner Kritik aus. "Von hinten bis vorne haben sich viele Spieler nicht an das gehalten, was der Trainer vorgegeben hat. Das geht nicht", so Heldt.

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Dabei war Schalkes Start in die Rückrunde mit sieben Punkten aus drei Spielen eigentlich gelungen. Doch schon gegen Köln (4:1) und Mainz (1:1) hatten die Gelsenkirchener die ersten 45 Minuten verschlafen, nun gelang die Wende nicht mehr. "Die erste Halbzeit war einer Schalker Mannschaft nicht würdig", sagte Kapitän Benedikt Höwedes selbstkritisch.

Reus verwundert über Schalker Passivität

Sogar Gladbachs Marco Reus wunderte sich: "Wir dachten, dass Schalke mit Volldampf aus der Kabine kommt und das 1:3 machen will. Das war dann aber nicht der Fall." Am Ende war Heldt dennoch um Schadensbegrenzung bemüht. "Wir müssen jetzt nicht von einer Krise reden, weil wir ein Spiel verloren haben. Wir werden uns nicht eingraben und sagen, dass alles schlecht ist in der Welt", sagte der Manager, der jedoch auch um die Bedeutung der kommenden Aufgaben weiß.

Neben den Duellen mit Viktoria Pilsen warten in der Bundesliga mit dem Heimspiel gegen Wolfsburg und der Reise zu Rekordmeister Bayern München zwei richtungsweisende Aufgaben. Für diese Wochen der Wahrheit könnte der Auftritt in Gladbach eine Art Weckruf gewesen sein. Das zumindest erwartet der polternde Stevens. Die Hoffnung des Niederländers: "Vielleicht haben wir ja endlich einmal aus einem Spiel wie heute etwas gelernt." Sprach's und verschwand in der Kabine.


Quelle: sid

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