29.11.2011, 15:01 Uhr | hfv.de
Gruppenfoto der DFB-Stützpunkt-Kufencracks (Foto: hfv.de)
Die DFB-Stützpunkttrainer wurden bei ihrem letzten Lehrgang am 25.11. förmlich aufs Glatteis geführt. Die Fortbildung fand nämlich im Eisstadion der Volksbankarena statt. Dort konnten die Trainer die im Eishockey typischen, dynamischen Bewegungen mit den dynamischen und technischen Aktionen des Fußballs vergleichen.
Gemeinhin ist der typische Norddeutsche eher aufrecht unterwegs und ist genau dort wo das Spiel oder besser der Trend des Fußballs sich hinbewegt in der Körperhaltung näher zu betrachten. In der aufrechten Besenstiel-Haltung mit Ballbesitz sind Angriffe des Gegners schwerer abzuwehren (Ballverluste drohen) oder selbst Pass- bzw. Dribbelaktionen oft nicht so präzise zu führen, als wenn die Bewegungen mittels einer tieferen Körperposition durchgeführt werden würden.
Mit der Zunahme der Sprintleistungen pro Spiel im Spitzenfußball bedarf es, den Blick auf dynamisierte Aktionen in Training und Spiel zu lenken und dies vor allem auch in der Trainingspraxis zu akzentuieren – auf Basis der Betrachtung der Körperhaltung. Die Bedeutung von dynamischen Bewegungen zur Seite wird vor allem bei den top organisierten Teams deutlich, da hier kurze Bewegungen zur Seite oder Absetzbewegungen den benötigten Freiraum zum Spiel in die Tiefe ermöglichen und Ballzirkulation gegen diese eng stehende Gegner in engen Räumen umgesetzt werden muss. Dies als Grundlage genommen ermöglichte es sich, einige Bilder aus dem Länderspiel in Hamburg Deutschland gegen Holland vor Augen zu führen und insbesondere die Spiel bestimmenden Spieler wie Müller, Klose, Özil, Kroos und Khedira in Bezug auf die Körperposition in dynamischen Sequenzen. Natürlich stellen diese Spieler insbesondere das "Neue Deutsche Spiel“ dar: leicht, beweglich, dynamisch.
Nach dieser Einleitung sind die DFB Stützpunkttrainer schweißtreibend in die zur Verfügung gestellte Freezers Ausrüstung geschlüpft (Vielen Dank an Irmelin, Merle und Co. (!!!) und wurden dann von Freezers Nachwuchscoach C. Behncke übernommen und auf das Erlebnis on Ice vorbereitet. Der Flachs über manches Bewegungstalent wurde selbstverständlich gepflegt und nach den ersten Lernfortschritten war klar: wir werden Boss über Ice und Puck!
Verschiedene Übungen zur Thematik dynamisch zur Seite wurden mit Eifer umgesetzt und als das Spiel im 5:5 den krönenden Abschluss bildete wurde der Schalter im Kopfe der DFB- Stützpunkttrainer umgelegt: Gewinnen wollen! Das Team um Jussi Romppanen (einst in einer finnischen Eishockeyförderung gewesen) schien am Ende die Kelle vorne zu haben, war er doch der Vertreter aus Finnland dem aktuellen Weltmeister des Eishockeysports 2011! Eine Besonderheit auf dem Eis stellte auch der fahrtechnisch begabte Papa N´Diaye (aus dem Senegal stammend) dar, der den Antrag stellte, die nächste Fortbildung doch bitte mal auf (Wüsten-) Sand durch führen zu können…
Gelungen Veranstaltung
Eine rund um gelungene Fortbildung, die ermöglicht wurde, weil sportartübergreifend durch die Personen vom Eishockey gesehen wurde, dass auch Synergien zwischen Sportarten möglich sind - hier nochmals den Besten Dank an Irmelin Otten, Frau Bornkast, Merle, C. Behncke und Co.! Stephan Kerber, DFB Stützpunkt-Koordinator
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