14.02.2012, 08:09 Uhr
Als Eintracht Frankfurt mit den Gedanken fast schon in der Kabine war, voller Vorfreude, das Spitzenspiel des 21. Spieltags bei Fortuna Düsseldorf gewonnen und die Tabellenführung der 2. Bundesliga übernommen zu haben, da passierte das, was die Frankfurter Verantwortlichen um Trainer Armin Veh bereits im Vorfeld befürchtet hatten. In der 90. Minute der regulären Spielzeit überschlugen sich die Ereignisse, im Anschluss kam es zum Eklat.
Nachdem der eingewechselte Düsseldorfer Timo Furuholm bei einem Zweikampf mit Frankfurts Bamba Anderson im Strafraum der Eintracht zu Boden gegangen war, ließ Schiedsrichter Felix Brych zuerst weiterspielen. Der Unparteiische hatte kein Foulspiel gesehen. Doch dann schaltete sich der Linienrichter in das Geschehen ein. Der Assistent schwenkte die Fahne, signalisierte damit: Foul. Es gab Elfmeter für die Fortuna - eine umstrittene Entscheidung. Jens Langenecke verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1-Endstand.
Danach überschlugen sich die Ereignisse. Die Frankfurter, außer sich vor Zorn, bestürmten den Schiedsrichter. Armin Veh rannte aufs Feld, nachdem Fortunas bester Torschütze vor der Frankfurter Bank auf Knien jubelnd den Trainer provoziert hatte. Es kam zur Rudelbildung. Rösler sah Gelb-Rot sah, Veh musste auf die Tribüne. Anschließend war er so erbost, dass er nach dem Spiel keine Interviews gab und auch der obligatorischen Pressekonferenz nach dem Spiel fern blieb.
"Das färbt wohl auf die anderen Spieler auch ab“, hatte der Frankfurter Coach geschimpft. Eintrachts Vorstandvorsitzender pflichtete ihm bei. "Die Methode der Fortuna hat Erfolg“, zitierte die "Frankfurter Rundschau" Heribert Bruchhagen. Seinen Emotionen freien Lauf ließ auch der Sportdirektor. Mit sich überschlagender Stimme prangerte Bruno Hübner die vermeintliche Fehlentscheidung an. Von "einer Katastrophe, einem lächerlichen Elfmeter" war die Rede. Und im Endeffekt sei das "die ganze Scheiße", die Trainer Veh vor der Partie angesprochen hatte, so Hübner weiter. Und fügte nach dem Studium der Fernsehaufnahmen an: "Wenn man solche Bilder sieht, tut es doppelt weh."
So fand ein vor allem in der zweiten Hälfte höchst packendes Duell auf hohem Niveau ein unrühmliches Ende, das wohl noch länger nachwirken wird.
Quelle: FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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