20.01.2011, 10:01 Uhr | FUSSBALL.DE
Das Wechseltheater um Ruud van Nistelrooy nähert sich dem letzten Akt. Heute Abend spielt Real Madrid im spanischen Pokal gegen den Stadtrivalen Atletico. Es könnte auch für den Hamburger SV ein ganz wichtiges Spiel werden, denn sollte Real den Vorsprung aus dem Hinspiel (3:1) verspielen, werden in der spanischen Hauptstadt die Forderungen nach neuem Personal noch lauter werden. Das Interesse der Königlichen am HSV-Stürmer ist ja hinlänglich bekannt.
Es ist auch bekannt, dass die Hamburger den Niederländer nicht ziehen lassen wollen. Doch ob van Nistelrooy bleibt oder wieder bei seinem Ex-Klub anheuert, hängt wohl am Ende davon ab, mit welchem Nachdruck, sprich mit wie viel Geld, Real die anvisierte Verpflichtung vorantreibt.
Wie dringend Real die Dienste des Niederländers benötigt, zeigt der jüngste Ärger nach dem enttäuschenden Remis beim Tabellenletzten Almeira. Real-Boss Jorge Valdano hatte den 47-jährigen Coach über die Presse für die Nichtberücksichtigung von Stürmer Karim Benzema kritisiert, was Mourinho derart verärgerte, dass er laut der spanischen Sportzeitung "AS" mit Rücktritt drohte. "Ich bin zu alt, um Botschaften aus der Presse zu erfahren", sagte der Portugiese. Benzema gehört nicht zu Mourinhos Lieblingsspielern. Eine Verpflichtung van Nistelrooys würde dem Trainer sehr entgegenkommen.
Das der Abgang van Nistelrooys ein herber sportlicher Verlust für den Hamburger SV wäre, steht außer Frage. "Wir brauchen Ruud", sagte Kapitän Heiko Westermann dem "Kicker". "Das haben wir, trotz der bereits aufkommenden Spekulationen, ja zuletzt auf Schalke erst wieder gesehen." Van Nistelrooy erzielte am vergangenen Wochenende das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg des HSV in Gelsenkirchen.
Der betroffene Spieler, der seine Wechselabsichten schon mehrfach deutlich äußerte, verhält sich in der Zwischenzeit ruhig. Am Mittwoch trainierte der 34-Jährige ganz normal mit der Mannschaft, und auch Westermann hat laut "Hamburger Morgenpost" festgestellt: "Er verhält sich ganz normal. gibt Gas und fertig."
Fertig ist das Theater um van Nistelrooy damit noch nicht. Sein professionelles Verhalten könnte jedoch ein Zeichen dafür sein, dass er die Entscheidung der HSV-Bosse akzeptieren wird. Egal, wie sie am Ende ausfällt.
Quelle: FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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