22.07.2011, 15:55 Uhr
Der TSV 1860 München kommt nicht zur Ruhe: Einen Tag vor dem ersten Heimspiel in der 2. Bundesliga gegen den Karlsruher SC ist Peter Lutz bei den Löwen "mit sofortiger Wirkung" von seinen Ämtern als Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der 1860 München GmbH & Co. KGaA zurückgetreten. In einem persönlichen Schreiben an Präsident Dieter Schneider habe der Anwalt seinen Schritt mit einer zu großen "zeitlichen Belastung" neben seinem Beruf begründet, teilte der Verein mit.
Der 55-Jährige war seit Dezember 2006 als Aufsichtsratsvorsitzender der Münchner Löwen tätig und hätte neben Schneider einen Sitz in dem von Investor Hasan Ismaik neu installierten Beirat einnehmen sollen, das über den Geschäftsführer entscheidet.
Wer Lutz´ Posten übernimmt, soll alsbald in einer Versammlung der KGaA entschieden werden, bei der auch der neue Aufsichtsrat gewählt wird. Im Machtkampf mit Investor Ismaik, der die Löwen mit dem Kauf von 49 Prozent der KGaA-Anteile für rund 18 Millionen Euro vor der Insolvenz gerettet hatte, hatte in dieser Woche sogar Präsident Schneider schon mit Rücktritt gedroht. Danach hatte sich der 64-Jährige jedoch dazu entschieden, im Amt zu bleiben.
Die Mannschaft soll nun nach den heftigen Führungskämpfen gegen den KSC für positive Nachrichten sorgen. "Wir sind ein bisschen unter Druck", sagte Trainer Reiner Mauer.
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Quelle: dapd , dpa
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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