17.01.2011, 12:42 Uhr | FUSSBALL.DE, sid
Die Löwen-Bosse Dieter Schneider (re.) und Robert Schäfer gehen schweren Zeiten entgegen. (Foto: imago)
Der Spielbetrieb für die laufende Saison ist gesichert, doch auf Traditionsklub 1860 München rollen schon die nächsten Probleme zu. Nachdem Vizepräsident Dieter Schneider und Geschäftsführer Robert Schäfer von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) die Mitteilung bekamen, dass die Rückrunde in trockenen Tüchern ist, zielen die Planungen nun auf die kommende Spielzeit. Die Löwen erwägen laut der "Süddeutschen Zeitung" eine Abtretung der Anteile an seiner Profifußballabteilung, um das Lizenzierungsverfahren für die Saison 2011/12 zu bestehen.
Pressesprecherin Lil Zercher wollte die Berichte nicht näher kommentieren. "Es gibt ein Sanierungskonzept, in dem alle Möglichkeiten abgewogen werden", sagte Zercher. Um den Liquiditätsnachweis von rund drei Millionen Euro im März bei der DFL vorlegen zu können, wird bei 1860 anscheinend auch angedacht, TV- oder Zuschauereinnahmen zu verpfänden oder zu verkaufen. Zudem gebe es für diese und für die kommende Saison keine schriftlich fixierte Budgetplanung hinsichtlich des Kaders.
Zuletzt mussten die Löwen in das Nachlizenzierungsverfahren der DFL. In der vergangenen Woche hatte 1860 dieses bestanden und einen Liquiditätsnachweis in Höhe von rund 5,3 Millionen Euro erbracht. Das hat der Verein aber wohl auch dem Lokalrivalen Bayern München zu verdanken. Der Rekordmeister hat offenbar die Zahlung der Stadionmiete gestundet. Bereits Mitte Oktober 2010 waren den Löwen aufgrund unzureichender Informationen im Lizenzierungsverfahren für die laufende Saison zwei Punkte abgezogen worden.
Quelle: FUSSBALL.DE , sid
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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