24.07.2010, 19:41 Uhr | dpa, dfb.de
Die deutsche Nationalmannschaft darf weiter vom Titelgewinn träumen. (Foto: imago)
Dank Torjägerin Alexandra Popp können die deutschen Fußballerinnen bei der U-20-Weltmeisterschaft im eigenen Land weiter vom Titel träumen. Die Duisburgerin ebnete der Auswahl von Trainerin Maren Meinert am Samstag mit ihrem siebten Turniertor (43. Minute) den Weg ins Halbfinale, Sylvia Arnold (70.) stellte den verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Nordkorea sicher. Vor 16.946 Zuschauern in Bochum war die deutsche Mannschaft über weite Strecken klar überlegen, verpasste sogar einen noch höheren Erfolg gegen den Nachwuchs-Weltmeister von 2006. Von der 54. Minute an agierte Deutschland nach "Gelb-Rot" für Koreas Stürmerin Choe Mi-Gyong in Überzahl.
Im Halbfinale am kommenden Donnerstag (15.30 Uhr) trifft die DFB-Elf in Bochum auf Mexiko oder Südkorea, die ihr Viertelfinale am Sonntag in Dresden bestreiten. Auch WM-Debütant Kolumbien steht nach dem 2:0-Sieg gegen Schweden in Bielefeld in der Vorschlussrunde und freut sich auf ein Duell mit Titelverteidiger USA oder Nigeria. «Wir sind dabei, Geschichte zu schreiben», sagte Trainer Ricardo Rozo.
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Mit dem Selbstbewusstsein von drei Vorrunden-Siegen (11:4 Tore) übernahm das deutsche Team gegen die Asiatinnen gleich das Kommando. Vor allem die Duisburgerin Popp war erneut ein ständiger Unruheherd, doch ihre Schüsse (4./5.) waren zunächst zu schwach oder zu ungenau (10.).
Die robusten und ballsicheren Koreanerinnen waren bei Kontern und nach Standardsituationen gefährlich. Die beste Chance machte Abwehrspielerin Kristina Gessat zunichte, als sie einen Schuss von Choe (20.) vor der Linie abwehrte. Die Frankfurterin Dzsenifer Marozsan (34.) scheiterte aus spitzem Winkel an Koreas Torhüterin Hong Myong-Hui.
U-20-WM Das deutsche Aufgebot
Am wichtigen Führungstreffer kurz vor der Pause waren die beiden besten deutschen Spielerinnen beteiligt: Einen Freistoß von Spielmacherin Marozsan verarbeite Popp mustergültig und ließ der koreanischen Torfrau diesmal mit einem satten Linksschuss keine Chance. Kurz nach dem Wechsel hätte Marozsan schon alles klar machen können, brachte aber den Ball an der aus dem Tor eilenden Hong nicht vorbei. Einen Schuss von Marina Hegering (55.) lenkte die beste Spielerin im Team der Gäste reaktionsschnell an die Latte. Arnold machte mit dem 2:0 in der Schlussphase vor den Augen von DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und Bundestrainerin Silvia Neid dann alles klar.
"Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat heute ein Riesenspiel gemacht. Das lag vor allem an der Einstellung. Jede hat Alles gegeben, damit wir bis zum Ende im Turnier bleiben", so eine zufriedene Bundestrainerin.
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Quelle: dpa
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