23.07.2010, 13:51 Uhr | DFB.de
Die Frau mit der Torgarantie wird geherzt: Alexandra Popp traf bereits sechs Mal. (Foto: imago)
Hoffen aufs Halbfinale: Nach den souveränen Vorstellungen in der Vorrunde müssen die U-20-Frauen auf dem Weg zum Titel bei der Heim-WM im Viertelfinale am Samstag (ab 18 Uhr, live bei Eurosport) in Bochum gegen Nordkorea einen der unangenehmsten Gegner bezwingen. Entsprechend groß ist der Respekt. "Das wird ein echter Prüfstein für uns", sagte DFB-Trainerin Maren Meinert. "Nordkorea gehört als U-20-Weltmeister 2006 und Vize-Weltmeister 2008 sicherlich zum direkten Favoritenkreis."
Die starken Asiatinnen beschreibt die 36-Jährige als "sehr diszipliniert, ballsicher und körperlich robust". Dennoch werde ihre Mannschaft selbstbewusst in das Spiel gehen: "Schließlich haben wir als einzige Mannschaft die Vorrunde mit drei Siegen abgeschlossen und dabei mit elf Treffern die meisten Tore erzielt."
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Spielführerin Marina Hegering erwartet von ihrem Team dennoch eine Leistungssteigerung, im ersten K.-o.-Spiel soll endlich die Null stehen: "Wir müssen aufmerksamer werden, noch konzentrierter sein, vor allem auch bei Standardsituationen", sagt die 20 Jahre alte Mittelfeldspielerin.
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Das deutsche Team hofft zudem auf den Torriecher von Alexandra Popp. Mit sechs Treffern führt die 19-Jährige vom FCR 2001 Duisburg die Torjägerliste der WM an. Außerdem bauen die U-20-Frauen auf die Unterstützung der Zuschauer im Bochumer WM-Stadion. Nordkorea seinerseits erhält auf den Rängen prominente Unterstützung: Nationalheld Jong Tae-Se, WM-Teilnehmer und Zugang beim VfL Bochum mit dem Spitznamen "Wayne Rooney Asiens", wird seine Landsfrauen von der Tribüne aus anfeuern.
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Weil man bei der Generalprobe zur Frauen-WM im nächsten Jahr nichts dem Zufall überlassen will, haben die DFB-Scouts den Gegner genau unter die Lupe genommen. "Die Nordkoreanerinnen zeigen ein äußerst unangenehmes Zweikampfverhalten und sind immer wieder da - es ist einfach schwer, sie abzuschütteln", sagt Ulrike Ballweg, Assistenzcoach von Silvia Neid im A-Team.
Die DFB-Trainerin findet aber auch bei den taktisch disziplinierten Asiatinnen Schwachstellen, die es auszunutzen gilt: "Allerdings muss unsere Mannschaft dafür einen hohen Aufwand betreiben." Ihre für die U 20 verantwortliche Kollegin Maren Meinert kann personell am Samstag fast aus den Vollen schöpfen. Einzig der Einsatz von Tabea Kemme ist wegen einer Oberschenkelverhärtung noch offen.
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