06.05.2011, 18:02 Uhr
Real Madrids Trainer José Mourinho ist von der UEFA für seine Entgleisungen im Halbfinale der Champions League bestraft worden. Die Disziplinarkommission des europäischen Fußballverbandes sperrte den Coach für fünf Spiele und reagierte damit auf das Verhalten des Portugiesen nach dem 0:2 im ersten Semifinale gegen den FC Barcelona.
Mourinho hatte beim Heimspiel am 27. April mit höhnischen Gesten auf den Feldverweis für Abwehrspieler Pepe durch den deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark reagiert und musste dafür auf die Tribüne. Mourinho äußerte nach der Partie Verschwörungstheorien.
Die Sperre für das fünfte Spiel wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, allerdings muss Mourinho noch 50.000 Euro Strafe zahlen. Bereits beim 1:1 im Rückspiel in Barcelona durfte Mourinho in dieser Woche nicht auf der Bank sitzen, er hat laut UEFA damit das erste Spiel seiner Sperre verbüßt. Der umstrittene Trainer hatte das Halbfinal-Aus im Hotel verfolgt und dürfte bei den drei ersten Vorrundenspielen der kommenden Saison seine Mannschaft nicht betreuen, falls die Sperre bestehen bleibt.
Real Madrid kündigte umgehend Einspruch an, über den ebenfalls die UEFA entscheidet. Mourinho habe sich nicht angemessen verteidigen können, weil man nicht wisse, wegen welcher Aussagen das Verfahren eröffnet worden sei, hieß es in einer Stellungnahme. In letzter Instanz könnte der Internationale Sportgerichtshof CAS über das Urteil befinden.
Verteidiger Pepe erhielt ein Spiel Sperre, die als verbüßt gilt, weil er im Rückspiel nicht dabei war. Dazu kommen 20.000 Euro Strafe für Real wegen des Verhaltens seiner Fans. Bei Barcelona wurde Ersatztorwart José Pinto für drei Spiele gesperrt, nachdem er in der Halbzeitpause wegen einer Tätlichkeit bei einem Tumult vor dem Spielertunnel die Rote Karte gesehen hatte. Er fehlt damit im Endspiel am 28. Mai gegen Manchester United.
Zuvor hatte Real bei der UEFA Einspruch gegen die Abweisung eines Protestes eingelegt, mit dem die Madrilenen gegen den Platzverweis für Pepe sowie das Verhalten von einigen Barcelona-Spielern während der Partie protestierten. Damit war der Rekordmeister in erster Instanz bei der UEFA gescheitert. Die Anhörung der Berufungskommission wird am 16. Mai stattfinden.
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Quelle: FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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