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"Olympiastadion? Höchstens zum Pokalfinale!"

08.08.2010, 15:17 Uhr | Aus Berlin berichtet Björn Wannhoff

Union-Präsident Dirk Zingler verteidigt energisch den Verbleib in der heimischen "Alten Försterei". (Foto: imago)

Union-Präsident Dirk Zingler verteidigt energisch den Verbleib in der heimischen "Alten Försterei". (Foto: imago)

Kommerz gegen Fankultur - in diesem klassischen Dilemma des modernen Fußballs befindet sich Union Berlin. Schon seit längerem spekulieren mehrere Zeitungen der Hauptstadt, dass die Köpenicker zum Derby gegen Hertha BSC ins Olympiastadion umziehen. Immerhin winken dem Verein Mehreinnahmen von fast einer Million Euro. Union-Präsident Dirk Zingler erteilte vor dem Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:4) diesen Spekulationen aber eine klare Absage: "Wir ziehen für niemanden aus der Alten Försterei um!"

Das Hauptstadt-Duell am vierten Spieltag wird also in Köpenick stattfinden. Das ist nicht selbstverständlich, denn es gibt genügend Beispiele, bei denen Vereine für eine größere Kasse den Heimvorteil abgeben. Testspiel-Gegner Mönchengladbach zog zum Beispiel für Europapokalspiele oft nach Düsseldorf um, auch weil der alte Bökelberg den Sicherheitsstandards nicht genügte. Das war aber nicht immer zum Vorteil der Borussen, denn die Atmosphäre war dort nicht dieselbe wie am Bökelberg.

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"Das können wir den Fans nicht zumuten"

Der Union-Vereinspräsident führt aber keine Fußball-Romantik für den Verbleib im eigenen Stadion ins Feld, sondern argumentierte streng wirtschaftlich: "Man muss ja die ganze Saison sehen. Unsere Einnahmen kommen nicht nur aus diesem Spiel. Unseren treuen Anhängern können wir das Olympiastadion nicht zumuten. Deshalb ist es wirtschaftlich absolut notwendig, dass wir hier in Köpenick bleiben." Energisch formulierte Zingler seine Parole gegen den "schnellen Euro": "Wir gehen höchstens fürs Pokalfinale ins Olympiastadion - und zum Rückspiel natürlich."

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Kein Topspiel-Zuschlag

Und ein Sahnehäubchen gibt es für die treuen Union Anhänger obendrein: Der Verein wird für den Knaller gegen die Hertha keinen Topspiel-Zuschlag kassieren - als Dankeschön für die ausdauernde Unterstützung.

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Quelle: FUSSBALL.DE

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