26.04.2009, 11:08 Uhr
Eng zur Sache ging es in Kaiserslautern: Der Wehener Torge Hollmann (li.) behauptet sich gegen Erik Jendrisek (Foto: dpa)Der 1. FC Kaiserslautern bleibt weiter im Aufstiegsrennen. In einem über weite Strecken unterirdischen Fußballspiel siegte die Elf von Milan Sasic mit 1:0 (0:0) gegen Tabellenschlusslicht Wehen Wiesbaden. Den Siegtreffer erzielte Erik Jendrisek in der 93. Minute. Lautern hält damit den Anschluss an die Spitzenplätze, Wehen muss sich nach dieser Niederlage nun endlich eingestehen, dass es mit dem Klassenerhalt nichts mehr werden wird. Trainer Hans Werner Moser gibt die Hoffnung dennoch nicht auf. "Es ist sehr bitter, wenn man in der Schlussminute ein Tor kassiert und den wichtigen Punkt verliert. Das ist ähnlich wie letzte Woche gegen Fürth, als wir auch mit leeren Händen dastanden. Aber wir haben nächste Woche ein wichtiges Spiel gegen Osnabrück und wir werden weiterhin gegen den Abstieg kämpfen."
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Jeder rechnete mit stark aufspielenden "Roten Teufeln“, die dem Tabellenletzten die Leviten lesen und im Kampf um den Aufstieg den nächsten klaren Sieg einfahren würden. Was die 30.054 Zuschauer am Betzenberg jedoch zu sehen bekamen, grenzte schon an Arbeitsverweigerung. Lautern beschränkte sich darauf, die Bälle weit nach vorn auf die beiden Spitzen Erik Jedrisek und Srdjan Lakic zu schlagen, was aber in den wenigsten Fällen zum Erfolg führte. Die restliche Zeit wurde der Ball im Mittelfeld hin- und hergeschoben und fast konnte man den Eindruck bekommen, dass keines der beiden Teams auf dem Rasen Lust hatte, sich in irgendeiner Form körperlich zu betätigen. Erst in der 30. Minute gab es überhaupt den ersten Torschuss zu sehen, der gar nicht mal ungefährlich war und – oh Wunder! – nicht nach Kick-and-Rush entstanden war, sondern nach einer schönen Kurzpass-Kombination. Lakic legte am Sechzehner zu Jendrisek, der blitzschnell reagierte und auf das Tor von Keeper Alexander Walke hielt, den Ball aber letzten Endes weit drüber drosch. Wer glaubte, dass diese Aktion den Knoten bei den Gastgebern hätte platzen lassen, der hatte sich getäuscht. Es ging in ähnlich lethargischer Manier wie zuvor weiter, bis auf den Unterschied, dass sich Wehen nun immer öfter in den Lauterer Strafraum wagte, dort aber aufgrund von unpräzisen Zuspielen auch erfolglos blieb. In der 45. Minute kam Josh Simspon aus dem Nichts zu einer Kopfballchance, nachdem er den Freistoß von Alexander Bugera mustergültig annahm. Aber sein Versuch, den Ball aus einem Meter im Tor unterzubringen, wurde von Wehens Keeper Alexander Walke vereitelt.
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Lautern erzwingt den Sieg
Nach Wiederanpfiff ging die Arbeitsverweigerung zunächst weiter. Erst mit der Einwechslung von Sidney Sam für Kai Hesse in der 60. Minute fand ein Lauterer Angriffsspiel statt. Kaum war Sam auf dem Platz, zwang er Walke mit einem Weitschuss auch schon zu einer Parade (61.). Das Tor der Gäste war nun unter Dauerbeschuss, der aber zu großen Teilen keine Gefahr für Walke darstellte. Lautern zeigte immer noch keine fußballerische Meisterleistung, aber es war auch nicht mehr der Offenbarungseid der ersten Hälfte. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss gab es die wohl größte Chance, als Walke Lakic’ Kopfball erst im Nachfassen bekam (74.). Der heranstürmende Sam rammte Wehens Schlussmann in dieser Situation aus Versehen das Knie an den Kopf. Walke musste erstmal zwei Minuten behandelt werden, konnte danach aber weiterspielen. Und wie! Der ehemalige Freiburger vereitelte sämtliche Groß- und Kleinchancen, die auf seinen Kasten kamen. Ihm war es zu verdanken, dass Wehen noch nicht mit 0:3 zurück lag. Das lag aber weniger an der Überlegenheit der Gastgeber, als an der Schwäche der Gäste. In der Nachspielzeit schließlich konnte aber auch Walke nichts mehr ausrichten. Ein Einwurf von der Seitenlinie wurde auf Jendriseks Kopf verlängert und der nutzte die Chance und köpfte den Ball am verdutzten Walke vorbei ins Tor (93.).
Der 29. Spieltag: | ||||
Rot Weiss Ahlen | - | MSV Duisburg | 0:2 | |
FC St. Pauli | - | SC Freiburg | 1:2 | |
Greuther Fürth | - | FC Augsburg | 2:1 | |
FSV Frankfurt | - | 1. FC Nürnberg | 2:1 | |
FC Ingolstadt | - | 1. FSV Mainz 05 | 3:4 | |
TuS Koblenz | - | Alemannia Aachen | 0:2 | |
1. FC Kaiserslautern | - | SV Wehen Wiesbaden | 1:0 | |
Rot Weiss Oberhausen | - | 1860 München | 1:1 | |
VfL Osnabrück | - | FC Hansa Rostock | 0:0 |
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