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Verliert der HSV Seele und Seeler?

13.03.2013, 11:18 Uhr | FUSSBALL.DE

Uwe Seeler hat keine Lust mehr auf seinen HSV. (Quelle: imago/Revierfoto)

Uwe Seeler hat keine Lust mehr auf seinen HSV. (Quelle: imago/Revierfoto)

Uwe Seeler und der HSV gehören zusammen wie Hamburg und der Hafen. Das eine ist ohne das andere schlicht nicht vorstellbar. Doch Seeler kapselt sich von seinem Verein immer mehr ab. Der 76-Jährige hat offiziell abgelehnt, Ehrenpräsident zu werden. "Es ist richtig, dass ich den Antrag habe zurückziehen lassen. Ich lege im Moment keinen Wert auf eine Ehrenpräsidentschaft. Das hat natürlich Gründe, aber darüber gebe ich keine Auskunft."

Die Gründe liegen allerdings auf der Hand: Der Streit zwischen Sportchef Frank Arnesen und Seeler hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Dies bestätigte der Unternehmer Heinrich Höper, in dessen Loge das HSV-Idol die Heimspiele verfolgt: "Seeler hat das Verhalten von Sportchef Frank Arnesen satt. Dessen Gedanken und Handlungsweisen sind für ihn nicht nachvollziehbar. Arnesen geht sehr eigenartige Wege."

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Zwist zwischen Seeler und Arnesen

Seeler-Freund Höper hatte Ende 2010 den Antrag auf Ernennung zum Ehrenpräsident gestellt, dies mittlerweile aber widerrufen: "Uwe Seeler hat mich gebeten, seinen Antrag zurückzuziehen."

In Seeler kocht es. Schon zu Saisonbeginn hatte er Arnesen Fehlplanungen und massive Fehler in der Kaderzusammenstellung vorgeworfen. "Arnesen hat die Bundesliga unterschätzt", sagte er damals gegenüber LIGA total!. Der Beginn eines öffentlich ausgetragenen Zwists zwischen Männern.

Seeler-Enkel nach Leverkusen verkauft

Das Fass zum Überlaufen brachte dann wohl die Fehde um den Transfer von Seelers Enkel und HSV-Talent Levin Öztunali zu Bayer Leverkusen. Arnesen hatte den 16-Jährigen vor dessen Entscheidung erheblich unter Druck gesetzt: "Es liegt an Levin, ob er sich für die Ausbildung und die Familie oder das Geld entscheidet."

Seeler war außer sich: "Der Sportchef sollt sich gut überlegen, was er von sich gibt", sagte er und warf dem Dänen "armseliges" Verhalten vor. Der Graben zwischen Seeler und Arnesen wird immer tiefer. Seeler ist bitter enttäuscht: "Der Verein hat seine Tradition und seine Seele ein bisschen verloren."

Quelle: FUSSBALL.DE

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