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Heiße Verbal-Verlängerung nach Dortmunds Sieg

30.03.2013, 19:40 Uhr | FUSSBALL.DE, sid, dpa

Als das Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund vorbei war, begann die verbale Verlängerung. Und die hatte es in sich. "So unfair darf man nicht Fußball spielen", meckerte BVB-Torwart Roman Weidenfeller nach dem 2:1-Sieg via TV-Sender sky in Richtung des Gegners. Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia hielt bei "LIGA total!" dagegen: "Ich habe das Gefühl, dass Dortmund meint, sie stehen unter Artenschutz. Zweikämpfe gehören zum Fußball."

Der Nachklapp zu dieser immer hart an der Grenze des erlaubten - und manchmal jenseits davon - geführten Bundesliga-Partie war kaum weniger emotional als die 90 Minuten zuvor. Besonders arg erwischt hatte es auf dem Feld Dortmunds Linksverteidiger Marcel Schmelzer, der die Fußspitze von Martin Harnik ins Gesicht bekommen hatte und früh ausgewechselt wurde.

"Die Nase stand in alle Himmelsrichtungen", sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. Diagnose bei Schmelzer: Nasenbeinbruch, der Einsatz in der Champions League beim FC Malaga am Mittwoch ist fraglich. Zudem erlitten Sven Bender und Kevin Großkreutz Prellungen am Spann.

Beulen, Risswunden, Prellungen

"Meine Spieler haben Beulen am Kopf, Risswunden am Fuß, Prellungen an den Rippen und überall - das war heute zu viel an Aggressivität. Fakt ist, dass ich mir heute mehrmals Sorgen gemacht habe um die Gesundheit meiner Spieler", bilanzierte Klopp. Er habe viele Dinge gesehen, "die ich nicht so gern beim Fußball sehe." Verständnis zeigte er für Schiedsrichter Deniz Aytekin, der sich immer wieder Kritik von beiden Seiten ausgesetzt sah: "Für ihn war es heute ganz schwer."

Auch nach Abpfiff ging es in Sachen Schiri-Kritik weiter. So beschwerte sich Stuttgarts Torwart Sven Ulreich, dass es vor dem 0:1 Einwurf für sein Team hätte geben müssen und hielt die Gelb-Rote Karte für - den allerdings in der Tat sehr rustikal einsteigenden - Georg Niedermeier für überzogen: "Er war fast zehn Sekunden vor dem Gegner da, wenn man dann so einen Ball nicht mehr klären darf, dann brauchen wir nicht mehr Fußball spielen. Fußball ist ein Männersport, da geht es auch mal zur Sache“

"Das kann auch eine Frau"

Die letzte Aussage brachte wiederum seinen Gegenüber Weidenfeller auf die Palme: "Naja, ein Spieler hat einen Nasenbeinbruch, eine richtig klaffende Blutwunde, da hört dann der Männersport auf. Aber vielleicht weiß Herr Ulreich darüber ein bisschen mehr." Und Teamkollege Neven Subotic legte nach: "Männersport sollte man immer fair gestalten. Ich versuche nicht, dem Gegner den Ellbogen reinzudrücken. Das ist nicht männlich, das kann jeder, das kann auch eine Frau."

Übrigens ging es dann in den Analysen auch noch ein bisschen um Fußball: "Die Mannschaft hat sehr gut gespielt, alles in allem ist es sehr enttäuschend, dass wir nicht mindestens einen Punkt geholt haben", sagte Labbadia. Und Klopp sagte: "Wir haben es noch gewonnen, weil wir es unbedingt wollten."

Quelle: FUSSBALL.DE, sid, dpa

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