02.06.2011, 20:08 Uhr
Jens Todt bekleidet demnächst den Manager-Posten beim VfL Bochum. (Foto: imago)
Nach dem erstmals direkt verpassten Wiederaufstieg in die Bundesliga tauscht der VfL Bochum seinen Manager aus: Thomas Ernst muss nach drei Jahren gehen. Auf den früheren Torwart des VfL und der Frankfurter Eintracht folgt Ex-Nationalspieler Jens Todt. Der Europameister von 1996 schmiss für die Aufgabe an der Ruhr seine leitende Stelle im Nachwuchsbereich des VfL Wolfsburg hin.
Der dort reinstallierte Trainer und Geschäftsführer Felix Magath sagte: "Jens Todt ist kürzlich mit der Bitte an uns herangetreten, seinen Vertrag aufzulösen, damit er sich einer neuen, für ihn perspektivisch interessanten Herausforderung stellen kann. Diesem Wunsch haben wir entsprochen - jedoch nicht gerne, da er für uns gute Arbeit geleistet hat."
Der 41 Jahre alte Todt arbeitete seit Februar 2010 in Wolfsburg und besaß noch einen laufenden Vertrag bis Sommer 2013. "Ich bin dem Verein dankbar, dass er Verständnis für meine Situation hat und mir die Gelegenheit gibt, mich in einer anderen Position zu beweisen", sagte der einstige Mittelfeldmann, der keine Angaben über seine neue Tätigkeit machte. Die Nachfolge für Todt beim VfL Wolfsburg ist noch nicht geklärt.
Im Sommer 2008 hatte Ernst als Manager in Bochum die Nachfolge von Ex-Nationalstürmer Stefan Kuntz angetreten. Der ist seitdem als Vorstandsvorsitzender für die Geschicke des 1. FC Kaiserslautern verantwortlich. Den zweiköpfigen Vorstand füllte Ernst seitdem gemeinsam mit Geschäftsführer Ansgar Schwenken aus.
"Wir danken Thomas Ernst für die gute Arbeit in den letzten drei Jahren. Diese Mannschaft, die nur denkbar knapp den Aufstieg verpasst hat, trägt auch seine Handschrift", sagt Bochums Aufsichtsratsvorsitzender Ernst-Otto Stüber: "Wir sind jedoch zu der Überzeugung gelangt, dass wir mit einem neuen Sportvorstand für die zukünftige Entwicklung des Vereins besser aufgestellt sind."
Ernst bedauert diese Entscheidung: "Ich hätte gerne meine Arbeit beim VfL fortgesetzt. Zumal wir in der vergangenen Saison die Wende geschafft haben, der Verein die Talsohle durchschritten hat und wir auf dem richtigen Weg sind. Der Mannschaft und dem ganzen Verein - vor allem seinen tollen Mitarbeitern - wünsche ich alles Gute für die Zukunft."
Quelle: sid
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