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Sören Osterland ist Deutschlands jüngster Fußballlehrer

20.09.2013, 01:21 Uhr | DFB.de, FUSSBALL.DE

Ein Saison lang war der 27-jährige Sören Osterland (li.) Mehmet Scholls rechte Hand beim FC Bayern München. (Quelle: imago/Lackovic)

Ein Saison lang war der 27-jährige Sören Osterland (li.) Mehmet Scholls rechte Hand beim FC Bayern München. (Quelle: imago/Lackovic)

Von Kieran Brown

Der Weg zum Cheftrainer der U23 von Hannover 96 und zum jüngsten Fußballlehrer Deutschlands begann für Sören Osterland auf der Schulbank mit Mehmet Scholl. Gemeinsam mit anderen Ex-Profis absolvierten sie die Trainer-Ausbildung des DFB. Mehmet Scholl kehrte 2012 mit der Trainer-Lizenz zum FC Bayern München zurück. Mit im Gepäck hatte er seinen neuen Co-Trainer bei der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters - den für viele völlig unbekannten Osterland.. Der war damals 26 Jahre alt und hatte die Ausbildung mit einer 1,0 abgeschlossen.

Es dürften aber nicht nur fachliche Gründe gewesen sein, die Scholl zu diesem Schritt veranlassten: "Mehmet und ich haben einen ähnlichen Humor, der für viele vielleicht gewöhnungsbedürftig und teilweise auch sehr trocken ist. Zwischenmenschlich passte das sofort perfekt. Und dass sich unsere Spielphilosophien ähneln, hat natürlich auch einen Teil dazu beigetragen, dass er mich zu Bayern mitgenommen hat", sagte Osterland im Gespräch mit FUSSBALL.DE.

Für Osterland hat Scholl den Charakter eines Lehrmeisters. Zwar hätten beide mit der abgeschlossenen Ausbildung auf dem Papier die gleichen Voraussetzungen mitgebracht, "doch die Erfahrung von Mehmet auf hohem Niveau bei Bayern oder in der Nationalmannschaft ist durch nichts zu ersetzen." Generell sei es "Gold wert" gewesen, mit so vielen ehemaligen fußballerischen Vorbildern die Ausbildung besuchen zu dürfen.

Scholl und Osterland gehen getrennte Wege

Im Sommer 2013 trennten sich die Wege von Scholl und Osterland nach einem Jahr beim Rekordmeister, nachdem Mehmet Scholl sich für die Karriere als TV-Experte entschieden hatte. Osterland nahm ein Angebot von Hannover 96 an.

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Überlegungen, Osterland zum Cheftrainer der "kleinen" Bayern zu machen hatte es zwar gegeben, letztendlich entschied man sich in München aber für Erik ten Hag. Die Versuchung, Cheftrainer zu werden war danach größer, als seinem erklärten Lieblingsverein treu zu bleiben.

"Sehe mich als Cheftrainer"

Dass der ehemalige Oberliga-Spieler selber nicht mehr aktiv ist, ist übrigens die Folge einer bewussten Entscheidung: "Vielleicht wäre es als Spieler noch höher hinaus gegangen. Ich habe aber früh gemerkt, dass mich die Arbeit als Trainer begeistert und mich deswegen klar für diesen Weg entschieden", sagte der ehemalige Jugendspieler des VfL Wolfsburg.

"Perspektivisch und charakterlich sehe ich mich schon als Cheftrainer." Eine mittelfristige Rückkehr ins zweite Glied bei einem Bundesligisten schließt er dennoch nicht aus: "Wenn es menschlich und im Trainerteam passt, kann ich mich absolut unterordnen."

Die Frage, wem er beim Duell zwischen Bayern und Hannover am vergangenen Wochenende die Daumen gedrückt habe, beantwortet Osterland mit einem Lächeln: "Ich war für Hannover. Generell drückt man seinem Arbeitgeber die Daumen und ich kann mich mit dem Klub sehr gut identifizieren."

"Nachwuchs bei Hannover mehr im Fokus"

In Hannover steht seine Arbeit mit dem jungen Regionalliga-Team, dass in den ersten sechs Spielen der laufenden Saison neun Punkte einfahren konnte, mehr im Fokus als bei Bayern München. "München leistet hervorragende Jugendarbeit, aber in Hannover ist man aus finanziellen Gründen einfach mehr auf seine Nachwuchsteams angewiesen."

Die Aussicht, einer Mannschaft als Cheftrainer seine eigene Handschrift verleihen zu können, reizt ihn. "Auch wenn nicht alle in meinem Umfeld verstanden haben, wie man Bayern München verlassen kann", gibt Osterland zu.

Spielen wie der BVB

Was seine Handschrift kennzeichnen soll? "Permanent schnelles umschalten, flaches Kombinationsspiel, Gegenpressing." Und dazu die passenden Spielertypen, schiebt Osterland weitere Details nach: "Hinten brauchst du technisch gute Aufbauspieler, außen schnelle Dribbler."

Dass seine Vorstellungen von Fußball dem Spiel von Borussia sehr nahe kommen, bestreitet Osterland nicht.

"Über das Fußballerische nicht den Menschen verändern"

Der 27-Jährige, der auch einen Uniabschluss in Wirtschaftspädagogik und Sport vorweisen kann, bezeichnet sein junges Alter für die Trainertätigkeit als irrelevant. "Ob die Spieler älter oder jünger sind, spielt eigentlich keine Rolle", um seine Autorität müsse er nicht kämpfen. "Mein Vorteil ist, dass ich weiß, welche Sprache die Jungs sprechen. Ich bin sehr nah dran. Wenn mein Alter anfängt, eine Rolle zu spielen, mache ich auch fachlich etwas falsch." Junge Spieler möchte er fußballerisch weiterentwickeln, "ohne dabei den Menschen und seine Individualität zu verändern".

Fernziel Bundesliga

Der Einstieg in den Trainer-Beruf ist geglückt, dennoch hat Osterland Träume: "Die Bundesliga ist natürlich ein Ziel. Ob ich aber in drei oder in zehn Jahren das Glück habe, den Sprung in den Profifußball zu machen, ist nicht so entscheidend."

Vielleicht trifft er dann auch irgendwann Spieler wieder, die er trainiert und denen er den Weg gewiesen hat. "Spieler, die man einmal trainiert hat, im Stadion oder im Fernseher zu sehen, das ist in meinen Augen das Größte."

Quelle: DFB.de, FUSSBALL.DE

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