13.11.2011, 14:13 Uhr
Personelle Unklarheiten in Bremen: Geschäftsführer Klaus Allofs will Trainer Thomas Schaaf sowie die Leistungsträger Tim Wiese und Claudio Pizarro beim Bundesligisten Werder Bremen halten, hat seine eigene Zukunft bei den Hanseaten aber weiter offen gelassen. "Die Chemie muss stimmen. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie es weitergeht", sagte der Werder-Geschäftsführer in der Sendung "Doppelpass" von Sport 1. Sein Vertrag bei den Bremern läuft zum Saisonende aus. "Es ist so, dass man sich selbst immer wieder überprüfen muss und sich fragt: Bin ich noch der richtige Mann?", sagte Allofs.
In den vergangenen Monaten hatte es zwischen Allofs und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Willi Lemke unterschiedliche Auffassungen über die finanziellen Möglichkeiten bei der Zusammenstellung des Kaders gegeben. Klaus-Dieter Fischer, Präsident des Gesamtvereins, betonte zuletzt allerdings, dass der Klub definitiv mit Allofs verlängern wolle. Die Vertragsverlängerung sei nach Allofs Aussage allerdings keine "Formsache".
Mit Abschluss der Saison enden auch die Verträge von Schaaf, Wiese und Pizarro. "Im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung ist es einstimmig, dass man unbedingt mit Thomas Schaaf weitermachen möchte. Wir haben erste Gespräche geführt, und der Trainer macht sich Gedanken. Er weiß, dass man mit dieser Entscheidung sinnvollerweise nicht bis März oder April wartet", sagte Allofs. Er geht davon aus, dass Schaafs Zukunft in den ersten Wochen des kommenden Jahres geklärt ist. "Da sind noch keine Abnutzungserscheinungen, Thomas Schaaf ist weiterhin der richtige Trainer für diesen Klub", sagte Allofs.
Im Fall von Nationaltorhüter Wiese dürften sich die Verhandlungen hingegen noch länger hinziehen. "Wir sind sehr zufrieden mit Tim und würden gern weiter mit ihm zusammenarbeiten. Aber wir müssen sehen, wie wir das finanzieren können", sagte Allofs: "Wenn wir den internationalen Wettbewerb nicht erreichen, müssen wir Einsparungen vornehmen. Also gilt es, die sportliche Entwicklung abzuwarten." Einen Verkauf von Spielern in der Winterpause schloss der Manager aber kategorisch aus.
Bei Pizarro dürfte eine Verlängerung schneller erfolgen. Per Option können beide Parteien den Vertrag um eine weitere Saison verlängern. "Wir wünschen uns, dass er bleibt und Claudio weiß, was er an Werder Bremen hat. Es müsste schon etwas Außergewöhnliches passieren, damit er Werder verlässt", sagte Allofs.
Dem ehemaligen Nationalspieler Torsten Frings stellte Allofs derweil einen späteren Job bei den Hanseaten in Aussicht. "Zu 99 Prozent steht fest, dass Torsten Frings nach seiner Zeit in Toronto bei Werder Bremen tätig sein wird. Er wird seinen Weg als Trainer einschlagen. So wie es Dieter Eilts, Thomas Schaaf und andere gemacht haben", sagte Allofs.
Quelle: sid , dpa
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