15.11.2012, 14:21 Uhr | FUSSBALL.DE
Dietmar Beiersdorfer wird als Nachfolgervon Klaus Allofs in Bremen gehandelt. (Quelle: imago)
Beim SV Werder Bremen bricht nach dem Abschied von Klaus Allofs zum VfL Wolfsburg eine neue Ära an. Vorerst führen Cheftrainer Thomas Schaaf und Ehrenspielführer Frank Baumann die Geschäfte des Managers weiter - allerdings nur interimsmäßig. Fest steht, dass der Coach eine wichtige Rolle bei der Verpflichtung eines Allofs-Nachfolgers spielt und wohl einen Favoriten im Auge hat. Sein ehemaliger Mitspieler Dietmar Beiersdorfer galt schon bei seinem Amtsantritt 1999 als erste Wahl des Trainers. Doch damals hatte sein Wort noch nicht soviel Gewicht.
"Mit Hochdruck" laufe inzwischen die Suche nach dem neuen Mann, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats Willi Lemke der "Kreiszeitung Syke". "Damit beschäftigen wir uns jetzt intensiv." Dass Schaaf in die Entscheidung eingebunden ist, bestätigt Lemke, ohne dessen Zustimmung wird wohl Verpflichtung über die Bühne gehen.
Ob ein Transfer von Beiersdorfer realisierbar ist, bleibt abzuwarten. Im Moment steht er bei Zenit St. Petersburg unter Vertrag. Der Wunschkandidat verfügt nicht nur über reichlich Erfahrung, nachdem er bereits beim HSV in der Bundesliga sowie bei Red Bull Salzburg in der Verantwortung stand. Hinzu kommt, dass er gemeinsam mit Schaaf von 1992 bis 1995 die Stiefel beim SV Werder schnürte.
Auch andere ehemalige Werder-Profis werden gehandelt. So gelten Aufsichtsrat Marco Bode und Valerien Ismael ebenfalls als aussichtsreiche Kandidaten. Darüber hinaus soll der bei Bayern München im Sommer geschasste Christian Nerlinger in den Überlegungen eine Rolle spielen, er galt schon beim neuen Allofs-Klub Wolfsburg als möglicher Nachfolger von Felix Magath.
Allofs hinterlässt in Bremen nach 13 Jahren Amtszeit eine große Lücke. Der Verein hat nun laut Lemke zwei Modelle für die Zukunft erarbeitet. "Entweder suchen wir nur einen Geschäftsführer mit Bundesliga-Erfahrung. Oder wir suchen einen Geschäftsführer und einen zweiten Mann, die dann arbeitsteilig arbeiten."
Die Anforderungen an den neuen Mann sind laut Lemke klar definiert: "Fußballerischen Sachverstand, kaufmännisches Geschick und Geschick im Umgang mit Beratern, was nicht immer ganz einfach ist." Dem neuen Mann zur Seite stehen könnte Frank Baumann. Er sammelte in den vergangenen drei Jahren Erfahrungen als Assistent der Geschäftsführung an der Seite von Allofs.
Seine eigene Rückkehr in die Geschäftsführung schließt Lemke kategorisch aus: "Das war schon vor zehn Jahren Unsinn, und das ist auch jetzt Unsinn. Das gehört ins Reich der Fabeln." "Wasserstandsmeldungen" wolle der Allofs-Vorgänger keine abgeben und sich auf die Kandidatensuche konzentrieren.
Quelle: FUSSBALL.DE
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