04.02.2012, 21:28 Uhr
Werder Bremens Torjäger Claudio Pizarro im Duell mit der Deckung des SC Freiburg. (Quelle: imago)
Geht es nur nach der Statistik, dann muss sich Werder Bremen zum Abschluss des 20. Spieltags der Bundesliga um seine drei Punkte in Freiburg (ab 15.15 Uhr im FUSSBALL.DE Live-Ticker) keine Sorgen machen: Die letzte Niederlage gegen den Tabellenletzten datiert vom 28. Juli 2001. Und im Gegensatz zu den Gastgebern, die ihren Vorzeige-Torjäger Papiss Demba Cissé nach England verloren haben, spielt Werders Tormaschine Claudio Pizarro weiterhin an der Weser.
Und der Peruaner hat Verstärkung bekommen. "Er ist technisch stark und hat ein gutes Auge für den Nebenmann", lobte Trainer Thomas Schaaf den österreichischen Neuzugang Zlatko Junuzovic. Dem 24-Jährigen winkt in Freiburg das Debüt. "Die ersten Eindrücke waren sehr positiv. Ich glaube, dass er unser Spiel schon bereichern kann."
Der Ex-Austrianer ist neben Sebastian Prödl und Marko Arnautovic bereits der dritte Österreicher in den grün-weißen Reihen. Prödl und Arnautovic sollten ihrem Landsmann die Eingewöhnung an der Weser erleichtern.
Freiburgs neue Hoffnung Santini stammt aus Kroatien, hat aber vor genau drei Jahren bereits für ein halbes Jahr Zweitliga-Luft in Ingolstadt geschnuppert. Dort fiel der 22-Jährige mit sechs torlosen Einsätzen nicht sonderlich auf. Beim NK Zadar jedoch gelangen ihm seitdem 26 Tore. Trainer Christian Streich wird ihn aller Voraussicht nach aber als Joker bringen.
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Freiburg benötigt im Kampf um den Klassenerhalt dringend den Heimsieg und hofft auf Kölner Schützenhilfe in Kaiserslautern (ab 17.15 Uhr im FUSSBALL.DE Live-Ticker). Die Roten Teufel besetzen den Relegationsplatz und liegen nur zwei Punkte vor Freiburg. Doch der 1. FC Köln ist vor allem mit sich selbst beschäftigt und würde im Falle einer Niederlage voll in den Abstiegskampf verstrickt werden.
Trainer Stale Solbakken sprach nach den beiden Auftakt-Niederlagen zum Beginn der Rückserie von "ein bisschen Unruhe". Die für den FC dramatische Verletzung des Top-Scorers Lukas Podolski, der vier Wochen fehlen wird, wurde garniert mit reichlich weiterem Ungemach. Dem sportlichen Misserfolg mit zwei Niederlagen zum Rückrundenstart entsprang eine neuerliche Diskussion um Solbakkens System, die auch von Sportdirektor Volker Finke und Geschäftsführer Claus Horstmann öffentlich befeuert wurde.
Zudem beendete Finke das wochenlange Warten auf einen Stürmer mit der Verpflichtung des Nordkoreaners Chong Tese vom Zweitligisten VfL Bochum - offenbar ein Transfer, mit dem Solbakken recht wenig zu tun hatte. Was der Norweger so auch artikulierte, als er erklärte, andere könnten "den Spieler besser beurteilen" ("Kölner Express"). Die Folge: wieder mal Berichte über einen Riss zwischen Trainer und Sportdirektor.
Derart angeschlagen reisen die Kölner nun ausgerechnet zum 1. FC Kaiserslautern, gegen den ihnen seit 1989 kein Sieg mehr gelang. Solbakken erwartet ein "enges Spiel", welches durch die Tabellensituation weitere Brisanz erhält. Mit einem Sieg würde der FCK am Konkurrenten vorbeiziehen. Die Lauterer hoffen auf diesen Befreiungsschlag.
Helfen soll ein junger Neuzugang aus Polen. Ariel Borysiuk (20) wechselte von Legia Warschau auf den Betzenberg und soll neben Christian Tiffert als "Sechser" für Stabilität und Ideen im Mittelfeld sorgen. Zudem feiert ein Sturmduo Premiere bei den Pfälzern. Neuzugang Sandro Wagner wird erstmals gemeinsam mit dem Israeli Itay Shechter auflaufen, der seine Sperre abgesessen hat.
Tabelle - Spieltag 20 (bitte am Artikelende stehenlassen)
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Quelle: FUSSBALL.DE , sid , dpa
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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