22.12.2012, 12:51 Uhr | FUSSBALL.DE, sid
Münchens Toni Kroos gibt einem katarischen FCB-Fan ein Autogramm. (Quelle: Ulmer/Cremer/imago)
Der FC Schalke 04 präsentiert sich auf einer Messe, Borussia Mönchengladbach wirbt für die Liga, der FSV Mainz 05 fliegt nur mal kurz für Testspiele nach Spanien: Die Trainingslager in der Winterpause dienen den Bundesligisten längst nicht mehr allein zur Erarbeitung der Grundlagen für die Rückrunde. Doch die Spitzenklubs vertrauen auf Altbewährtes - und FC Bayern München besinnt sich diesmal auf das Wesentliche. Auf einen Blick: Der Winterfahrplan der Bundesliga
In der Vorsaison flog der Rekordchampion und Herbstmeister nach dem Trainingslager in Katar noch nach Indien, daraufhin holte er in der Rückrunde elf Punkte weniger als der spätere Meister Borussia Dortmund. Für Sponsorentermine ist "diesmal die Zeit zu knapp, die sportlichen Belange stehen absolut im Vordergrund", sagt Marketingchef Andreas Jung.
Das scheint aber nicht bei allen Teams so zu sein. Die Schalker sind wie die Bayern im Januar erneut in Katar und präsentieren sich dort auf einer Messe in Doha. Ebenfalls auf Marketing-Mission ist Gladbach, und das sogar in offiziellem Auftrag. Die Borussen weilen als Botschafter des deutschen Fußballs in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Der Besuch des Europa-League-Teilnehmers in Dubai ist Teil der internationalen Vermarktung der Bundesliga und der Kooperation mit Dubai Sports Channel. So stehen auch Werbetermine auf dem Programm, um die Bekanntheit und Attraktivität der Bundesliga zu steigern. "Das Engagement der DFL im Sinne der Ausweitung der internationalen Vermarktung des Bundesligafußballs ist in unseren Augen ein wichtiger Weg, und es wird für uns eine Freude, aber auch eine professionelle Herausforderung sein, unseren Klub und die Liga möglichst gut zu präsentieren", sagt Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers.
Schon seit 2007 führen Bundesliga-Vereine im DFL-Auftrag Freundschaftsspiele und Trainingslager im Ausland durch. Unter anderem gaben schon die Bayern, Werder Bremen oder der Hamburger SV den Botschafter. Neben Katar und den Emiraten stehen wie immer Südspanien, die Türkei und Portugal bei den Vereinen hoch im Kurs.
Für Mainz ist die Reise in den Süden nur eine Notlösung. Während die Rivalen bis zu zehn Tage in der Sonne auf optimale Trainingsbedingungen hoffen, fliegen die Rheinhessen gerade mal vom 4. bis zum 8. Januar in den andalusischen Badeort Marbella.
Eigentlich sei die Vorbereitungsphase zu kurz, erklärt 05-Trainer Thomas Tuchel, zudem sei seine Mannschaft im athletischen Bereich ohnehin gut drauf und könne diese Arbeit auch genauso gut Zuhause vertiefen: "Dafür brauchen wir nicht reisen." Dass die Mainzer überhaupt nach Spanien fliegen, hat nur einen Grund: Sie brauchen Testspielgegner. In Spanien seien "viele Erstligisten aus europäischen Ligen", sagt Tuchel: "Wir haben dort in einem angenehmen Klima auf kurzen Wegen das Gegnerniveau, das wir uns vorstellen." Also absolviert der FSV drei Spiele in vier Tagen und reist dann nach Hause, um die Vorbereitung fortzusetzen.
Quelle: FUSSBALL.DE, sid
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