30.11.2009, 16:30 Uhr
Irlands Kapitän Keane (li.) und Duff nach dem Spiel gegen Frankreich (Foto: imago)Ungewöhnliche Bitte an die FIFA: Nach dem Skandalspiel in Frankreich und dem Scheitern in der WM-Qualifikation will Irland als 33. Mannschaft zur Weltmeisterschaft nach Südafrika reisen. Das sagte FIFA-Chef Joseph Blatter in Johannesburg.
Der irische Verband FAI habe dem Fußball-Weltverband einen Brief geschrieben und gefragt: "Können wir bei der WM Team Nummer 33 sein?" Das Thema werde am Mittwoch bei der Sitzung des Exekutivkomitees behandelt, teilte Blatter weiter mit. Im entscheidenden Qualifikationsspiel der Franzosen gegen Irland am 18. November hatte Thierry Henry den Ball mit der Hand gespielt, ehe er ihn zum Torschützen William Gallas passte. Mit dem 1:1 war Frankreich nach dem 1:0-Hinspielsieg für die WM qualifiziert.
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Den Antrag der Iren auf eine Wiederholung der Partie hatte die FIFA bereits abgelehnt. "Natürlich waren sie unglücklich darüber, was passiert ist und haben sehr demütig gefragt, ob sie als 33. Team zur WM können", sagte Blatter bei einer Pressekonferenz vier Tage vor der Auslosung für die WM (11. Juni bis 11. Juli 2010). "Ich werde es dem Exekutivkomitee vorlegen. Ich kann nicht sagen, was passieren wird."
Nach dem Vorfall denkt die FIFA laut Blatter über Regeländerungen nach: Zum einen könnten bereits bei der WM die sogenannten Torrichter zum Einsatz kommen, zum anderen könnte das System der Playoff-Spiele reformiert werden. "In einem Match entscheidet sich, ob du dabei bist oder nicht. Das ist nicht der Geist, der hinter dieser WM stehen sollte", sagte der Schweizer. Nach dem Abschluss der Vorrunde waren die letzten freien WM-Plätze in Relegationsspielen vergeben worden.
Zum Thema Torrichter, die derzeit in der Europa League getestet werden, sagte Blatter: "Es ist möglich, dass wir für die WM zusätzliche Offizielle einsetzen werden. Aber wir müssen sehen, ob das praktikabel und realistisch ist."
Quelle: dpa
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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