15.06.2010, 17:30 Uhr | sid
Flankenschlag: So sehr sich Cristiano Ronaldo mit Portugal auch mühte, gegen die Elfenbeinküste (rechts Didier Zokora) sprang nur ein Remis heraus. (Foto: dpa)Die Flaute hält an. Auch die Elfenbeinküste und Portugal mit ihren Stürmer-Stars Didier Drogba und Cristiano Ronaldo sind bei der WM in Südafrika nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Die beiden Angreifer trafen bei Regen im Nelson-Mandela-Bay-Stadion von Port Elizabeth aber auch nur für eine gute halbe Stunde aufeinander. (Video: Torloses Remis zwischen Portugal und der Elfenbeinküste)
Drogba wurde in der 66. Minute eingewechselt, blieb in einer Begegnung ohne große Höhepunkte aber ohne Treffer - wenngleich er kurz vor Schluss eine große Chance hatte. Ronaldo traf nur den Pfosten (11.), er hat seit über 16 Monaten kein Tor mehr für Portugal erzielt. Mit dem Unentschieden konnte auch die Elfenbeinküste den Fehlstart der insgesamt sechs afrikanischen Mannschaften bei der ersten WM auf dem Schwarzen Kontinent nicht verhindern. Nur Ghana kam in den Auftaktspielen zu einem Sieg, auch Gastgeber Südafrika holte wenigstens einen Punkt. Algerien, Nigeria und Kamerun gingen in ihren ersten Gruppenspielen jeweils als Verlierer vom Platz.
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Das Rätselraten um Didier Drogba hatte kurz vor dem Beginn des Spiels ein Ende gefunden: Der Stürmer der Elfenbeinküste, der sich am 4. Juni bei einem Testspiel in Bern gegen WM-Teilnehmer Japan (2:0) einen Knochenbruch nahe des Ellenbogens zugezogen hatte, nahm beim Anpfiff zunächst auf der Bank Platz. Wenige Stunden zuvor hatte der Weltverband FIFA nach einer Begutachtung den Einsatz einer Manschette an Drogbas operiertem rechten Unterarm gestattet. Gleich nach der Pause fing der 32 Jahre alte Torjäger dann an, sich für einen Einsatz warmzulaufen.
"Der Ellbogen war okay. Es war nicht einfach, zuzuschauen und auch das Comeback war nicht leicht. Aber ich bin froh, wie es gelaufen ist. Wir haben gut gestanden und ordentlich gespielt. Uns hat doch vorher keiner eine Chance gegeben. Wir sind die Nummer 27 in der Welt, Portugal die Nummer drei", sagte Drogba nach seinem 24-minütigen Auftritt. Und sein Trainer Trainer Sven-Göran Eriksson meinte: "Es war wichtig, dass er dabei war. Das 0:0 ist nicht schlecht. Ich bin zufrieden." Sein Gegenüber Carlos Queiroz erkärte: "Ich denke, das 0:0 ist ein faires Ergebnis. Jetzt müssen wir im nächsten Spiel gegen Nordkorea die Karten auf den Tisch legen."
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Als Drogba in der 66. Minute aufs Feld lief, flippten die ivorischen Anhänger beinahe aus vor Glück. Doch ihr 32 Jahre alter Volksheld blieb danach vor 31.034 Besuchern bis auf eine Situation kurz vor Schluss ebenso unauffällig wie Ronaldo. Dabei hatte dieser anfänglich durchaus auf sich aufmerksam gemacht. In der elften Minute zog der portugiesische Mannschaftskapitän aus 25 Metern ab - der Ball klatsche halbhoch an den Pfosten. Zudem sah Ronaldo für eine Schwalbe im Anschluss eine Gelbe Karte, besann sich ansonsten aber auf seine spielerischen Qualitäten.
In der offen geführten Begegnung hatten beide Mannschaften erhebliche Probleme beim Spielaufbau - so sorgte lediglich der 92-Millionen-Mann von Real Madrid anfänglich für Gefahr. Ronaldo fand aber bei seinen Mitspielern kaum Unterstützung. Er ließ sich außerdem häufig weit zurückfallen, um der Bewachung der Ivorer zu entgehen. Nach guten zehn Minuten in der ersten Halbzeit tauchte er mehr und mehr ab und wurde in der zweiten Halbzeit immerhin noch bei einer Umarmung mit Drogba gesichtet.
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Gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die Ivorer ein wenig besser in die hart umkämpfte Begegnung und nach der Pause auch zu halbwegs guten Gelegenheiten. Zunächst prüfte Gervinho aus spitzem Winkel Torhüter Eduardo (47.), danach hielt der portugiesische Schlussmann einen Flachschuss von Salomon Kalou vom FC Chelsea (54.), der kurz darauf für Drogba vom Feld ging. Auf der Gegenseite köpfte Liedson nach einer Flanke von Deco den Ball lediglich in die Arme von Torhüter Boubacar Barry (58.).
Unterdessen hat der Portugiesische Fußball-Verband (FPF) Einspruch gegen die Gelbe Karte für seinen Superstar Cristiano Ronaldo eingelegt. Nach Ansicht der Portugiesen habe es keinen Grund für die disziplinarische Maßnahme gegeben, hieß es.
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Quelle: sid
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