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WM 2010

Südafrika hofft auf die Fans und Trainer Parreira

03.12.2009, 17:11 Uhr

Südafrikas Kapitän Mokoena (r.) im Duell mit Kaká. (Foto: imago) Südafrikas Kapitän Mokoena (r.) im Duell mit Kaká. (Foto: imago)Erstmals findet eine Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden statt und ganz Südafrika fiebert der Gastgeberrolle entgegen. Der Kontinent steht hinter dem Ausrichter, der den Weg ebnen soll für weitere Großereignisse in der vergessenen Weltregion.

Sportlich allerdings ist Südafrikas Team, die Bafana Bafana, auch auf heimischem Kontinent höchstens zweite Wahl. Die Fans hoffen für die WM schlicht auf ein Wunder.

 

Die Qualifikation

Als Gastgeber musste Südafrika nicht durch die Mühle der WM-Qualifikation. Das Team wollte die Zeit nutzen, um sich mit Freundschaftsspielen und der Qualifikation zum Afrika Cup für das große Turnier vorzubereiten. Allerdings gelang das nicht besonders gut. In vielen Testpartien enttäuschte das Team, selbst gegen drittklassige Gegner und auch die Afrikameisterschaft Anfang 2010 findet ohne Südafrika statt. Erfolgreicher verlief dagegen die WM-Generalprobe. Beim Confederations Cup 2009 wurde die Bafana Bafana Vierter hinter Brasilien, den Vereinigten Staaten und Spanien. Ein Highlight war das Halbfinale, als Südafrika unglücklich gegen den späteren Sieger Brasilien verlor. Auch das kleine Finale ging erst nach Verlängerung an den großen Favoriten Spanien. 

Der Trainer

Zurück bei der Bafana Bafana: Trainer Parreira. (Foto: imago) Zurück bei der Bafana Bafana: Trainer Parreira. (Foto: imago)Auf der Zielgeraden hat Südafrika noch einmal den Trainer gewechselt. Carlos Alberto Parreira ist zurück auf der Kommandobrücke, nachdem er schon 2007 mit dem Ziel angetreten war, die Gastgeber in WM-Form zu bringen. Nach einem Gastspiel beim brasilianischen Traditionsklub Fluminense löste der Startrainer Ende 2009 seinen unbeliebten Landsmann Joel Santana wieder ab. Parreira ist einer der renommiertesten Trainer der Welt, spätestens seit dem Gewinn des Weltmeistertitels mit Brasilien 1994. Mit der Selecao siegte er zudem 2005 beim Confed Cup, doch auch für das überraschende Aus des damaligen Titelverteidigers bei der folgenden WM in Deutschland zeichnete er verantwortlich. Parreira ist ein Weltenbummler. Er war Klubtrainer in Brasilien, Spanien, der Türkei und den USA. Südafrika ist nach Kuwait (1982), den Vereinigten Arabischen Emiraten (1990), Brasilien (1994 und 2006) sowie Saudi-Arabien (1998) schon das fünfte Land, mit dem er eine WM spielen wird. Das schaffte sonst nur Bora Milutinovic.

Der Star

Südafrikas Superstar McCarthy. (Foto: imago) Südafrikas Superstar McCarthy. (Foto: imago)Benni McCarthy von den Blackburn Rovers gilt als der beste Fußballer Südafrikas, noch vor seinem Ligakollegen Steven Pienaar vom FC Everton. Seine größte Zeit als Vereinsspieler hatte er beim FC Porto, mit dem er 2004 die Champions League und den Weltpokal gewann. Mit 32 Länderspieltreffern ist er der Rekordschütze seines Landes. Dabei hatte McCarthy nach der WM 2002 seinen Rücktritt aus der Nationalelf bekanntgegeben und war erst zwei Jahre später wieder zum Team gestoßen. Mit dem letzten Trainer Santana verstand sich der Stürmer nicht, so dass es zwischenzeitlich erneut eine längere Länderspielpause gab. Doch der aktuelle Coach Parreira hält große Stücke auf McCarthy und bei der WM dürfte er im Konzept des Brasilianers eine tragende Rolle spielen.

Die Aussichten

Der WM-Gastgeber ist eine große Wundertüte. In der Qualifikation für die Afrika-Meisterschaft ist Südafrika gescheitert, etliche Freundschaftsspiele liefen mehr als mäßig, ebenso der Start in den Confed Cup 2009. Dagegen fing sich das Team bei dieser WM-Generalprobe und zeigte später gute Leistungen. Mit der zu erwartenden großen Unterstützung der Fans sollte das Achtelfinale ein ambitioniertes, aber reelles Ziel sein. Das wäre auch der größte Erfolg für das Team, denn bei den bisherigen beiden WM-Teilnahmen 1998 und 2002 war jeweils nach der Vorrunde Schluss.

Südafrika im Überblick:

Spitzname

Bafana Bafana

Trainer

Carlos Alberto Parreira

Kapitän

Aaron Mokoena

Größter Erfolg

Afrika-Meister 1996

FIFA-Weltranglistenplatz

86

Bisherige WM-Teilnahmen

2

WM-Bilanz

Bilanz gegen Deutschland

Quelle: t-online.de

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