06.06.2010, 10:25 Uhr | FUSSBALL.DE, dpa, sid
Mit Mikel, Ballack (beide obere Reihe) sowie Essien, Drogba und Bosingwa (untere Reihe von l. nach r.) fallen insgesamt fünf Chelsea-Profis aus. (Foto: imago)Die WM in Südafrika steht vor der Tür. Und jeden Tag gibt es neue Hiobsbotschaften für die Nationaltrainer. Immer mehr Top-Stars müssen ihre Teilnahme verletzungsbedingt absagen. Ganz schlimm trifft es die Profis des FC Chelsea. Schon fünf Akteure fallen für die WM aus. Ist das Zufall? Oder liegt über dem Londoner Klub ein WM-Fluch? Zuletzt traf es Michael Essien aus Ghana (Knieverletzung) und Didier Drogba von der Elfenbeinküste (Ellbogenbruch).
Nigerias John Obi Mikel sagte die WM, da er wegen einer Knieveletzung nicht seine Karriere aufs Spiel setzten will. Die anderen beiden sind Portugals Jose Bosingwa und der bis zu seinem Ausfall deutsche Kapitän Michael Ballack.
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Zumindest bei Afrikas Spieler des Jahres Drogba hofft der ganze Kontinent noch auf eine Wunderheilung (Video: Drogba - Tormaschine der Elefanten). Zwar wurde nach dem Bruch des Ellbogens beim Testspiel gegen Japan (2:0) zunächst das definitive WM-Aus verkündet, wenige Stunden später machte Trainer Sven-Göran Eriksson den Ivorern aber wieder leise Hoffnung. "Drogbas WM-Teilnahme ist immer noch möglich. Vielleicht kann er mit einem Schutz spielen. Aber natürlich mache ich mir große Sorgen", sagte der schwedische Coach der Elfenbeinküste, der seinen Kapitän mit einer Arm-Manschette spielen lassen will. Die Operation ist jedenfalls gut verlaufen. In einer Pressemitteilung äußerte der Verband Zuversicht auf eine "schnelle Rückkehr auf den Fußballplatz".
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Allerdings müsste der Weltverband FIFA wie 2006 bei Philipp Lahm das Spielen mit einer Manschette erst genehmigen. Fraglich ist zudem, wann der Torschützenkönig der Premier League nach seiner Operation ins Turnier eingreifen könnte. "Wenn Didier nicht spielen kann, sind wir nicht dasselbe Team", sagte Kolo Toure von Manchester City auch mit Blick auf die schwierige Gruppe G mit den Gegnern Brasilien, Portugal und Nordkorea: "Er ist so ein wichtiger Spieler für uns, auch abseits des Platzes. Wenn er nicht spielen würde, wäre das sehr schlecht für uns."
Bei zwei weiteren afrikanischen Teams bereiten Ausfälle ebenfalls große Sorgen. Das WM-Aus von Führungsspieler Essien für Ghana und der Ausfall von Mikel für Nigeria stellen Schwächungen dar, die kaum aufzufangen sein dürften. Unter Schock standen auch die Niederlande vor ihrer Abreise nach Johannesburg. Dem Jubel über das starke 6:1 gegen Ungarn folgte der Katzenjammer um die Verletzung von Robben. Der 26-Jährige hatte in Amsterdam nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit zunächst das dritte und sechste Tor markiert, ehe er in der 87. Minute ohne Fremdeinwirkung eine Verletzung im linken Bein erlitt. Robben wird zunächst in der Heimat bleiben und sich einer Kernspintomografie unterziehen. "Das ist eine Katastrophe. Ich hoffe aber, dass er vielleicht doch noch mitfahren kann. Solange eine kleine Chance besteht, werde ich ihn mitnehmen", sagte Bondscoach Bert van Marwijk schockiert. "Ich habe gedacht, das darf doch nicht wahr sein." Von 2004 bis 2007 spielte der Flügelflitzer vom FC Bayern übrigens für eben jenen FC Chelsea.
Quelle: FUSSBALL.DE , sid , dpa
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