29.11.2012, 15:36 Uhr | dpa
Luiz Felipe Scolari soll Brasilien den Traum vom Weltmeister-Titel im eigenen Land erfüllen. (Quelle: imago)
Er ist zurück: Luiz Felipe Scolari soll es noch einmal machen. Der neue Nationaltrainer Brasiliens soll den Rekordweltmeister bei der Heim-WM 2014 zum ersehnten Titel Nummer sechs führen. Mit dem 64-Jährigen als Trainer holte Brasilien 2002 den fünften Titel. "Felipo" wird von Spielern und Journalisten gleichermaßen gefürchtet, geachtet und geliebt. Anders als seinem vor einigen Tagen gefeuerten Vorgänger Mano Menezes traut man ihm offenbar zu, die nationale Mission zu erfüllen. Dennoch bekommt er in Alberto Parreira, dem erfolgreichen WM-Coach von 1994, einen "Koordinator" an die Seite gestellt.
Scolari vereint aus Sicht der Brasilianer vieles, was Menezes und auch dessen Vorgänger Carlos Dunga nicht hatten. Temperament, Leidenschaft und Witz. Und der WM-Gewinner von 2002 lässt keinen Zweifel an seiner Mission: "Unser Hauptziel ist, die Weltmeisterschaft zu gewinnen."
Er gilt als Prototyp des Kämpfers. Oft genug brachten ihm seine Temperamentsausbrüche am Spielfeldrand Rügen und Platzverweise der Schiedsrichter ein. Er leidet, brüllt, kämpft und rennt während des Spiels vor der Trainerbank wild gestikulierend auf und ab.
CBF-Präsident José Maria Marin hatte die Entscheidung zuvor mit den Worten verkündet: "Wir legen das Schicksal unserer Seleç¦o in die Hände eines erfahrenen und international anerkannten Trainers. Das ist unser Duo, das, so Gott will, den großen Traum unseres Landes Wirklichkeit werden lässt, Champion bei der WM zu werden." Scolari hat nationale und internationale Trainererfahrung. Er führte klubs und Länder zu Erfolgen. Neben der brasilianischen Seleçao trainierte er von 2003 an auch die von Portugal und führte die Portugiesen bei der WM 2006 bis ins Halbfinale.
Insgesamt umfasst seine Trainerlaufbahn über 20 Stationen. Zwischen dem 1. Juli 2008 und dem 9. Februar 2009 war er auch Chefcoach beim FC Chelsea - konnte die in ihn gesetzten Erwartungen in London aber nicht erfüllen. Bei Palmeiras Sao Paulo heuerte er zweimal an (1997-2000, 2010-2012) und war erst im September wegen Erfolglosigkeit entlassen worden.
Vor drei Jahren beantwortete Scolari die Frage eines Journalisten auf etwaige Nationaltrainer-Ambitionen so: "Bist Du verrückt? Stell' Dir den Druck vor." Doch seitdem sind zwei Trainer - Dunga und Menezes - verschlissen. Der Druck ist zwar noch größer geworden, doch die Ruhmchancen auch. Bis zu Scolaris Feuerprobe dauert es nur noch sieben Monate. Dann muss sich seine Seleçao beim Confederations Cup im eigenen Land mit anderen Weltmeistern wie Spanien, Italien und Uruguay auf Augenhöhe messen.
Quelle: dpa
Augsburg bleibt oben, Riesenfreude in Hoffenheim.
mehr zum 34. Spieltag1899 gelingt Sprung auf den Relegationsplatz.
mehr zur BundesligaFan grätscht den Profi beim Training um.
mehrWähle aus drei Treffern das Amateurtor der Woche!
zum VideoFan grätscht den Profi beim Training um.
mehrWähle aus drei Treffern das Amateurtor der Woche!
zum Video