17.12.2009, 11:41 Uhr
Kapitäne unter sich: Deutschlands Michael Ballack (li.) und Russlands Andrej Arschawin (Foto: imago)Die Brüder Vitali und Wladimir Klitschko konnten "König Fußball" nicht vom TV-Thron boxen. Das WM-Qualifikationsspiel Russland gegen Deutschland war 2009 die meistgesehene Sportsendung im deutschen Fernsehen. 12,46 Millionen verfolgten am 10. Oktober den 1:0-Sieg des DFB-Teams.
Damit führt die ZDF-Übertragung aus Moskau die Top Ten der Sport-Hits vor drei WM-Kämpfen der populären Schwergewichtsboxer an. Die Klitschkos bescherten RTL in einem Übergangsjahr ohne Fußball-WM und -EM und ohne Olympische Spiele auf den Rängen zwei bis vier einen Prestigeerfolg.
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"Das Ergebnis überrascht mich nicht. Die Klitschkos üben eine gewisse Faszination aus, die aber im Boxen auch nur sie besitzen", kommentierte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz die Jahresbilanz. Fußball ist weiterhin die beliebteste Sportart der Deutschen. Das unterstreichen sieben Begegnungen unter den zehn besten Quoten. Allerdings übertrafen neben der Russland-Partie nur noch die drei Länderspiele gegen die Elfenbeinküste (10,26 Millionen), gegen Aserbaidschan (10,11) und in Wales (10,10) die Zehn-Millionen-Marke.
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"Das ist nichts Atypisches und kein Anzeichen für den Niedergang des Sports im Fernsehen. Die ganz, ganz großen Quoten lassen sich nur bei einer Fußball-WM oder -EM erreichen. Das geht auch nicht bei Olympia", sagte Gruschwitz. Für die WM 2010 vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 in Südafrika erwartet er Zuschauerzahlen von mehr als 20 Millionen. Beim Top-Ereignis im nächsten Jahr gibt es keine Zeitverschiebung, mehrere Spiele werden zur besten Sendezeit (20.30 Uhr) angepfiffen. Auch bei den Winterspielen im Februar in Vancouver können die Sportfans viele attraktive Entscheidungen zur sogenannten Primetime miterleben.
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Spektakuläre Leistungen lockten bei der Leichtathletik-WM im August in Berlin viele Menschen vor den Bildschirm. 9,92 Millionen sahen den 9,58 Sekunden-Lauf des 100 m-Weltrekordlers Usain Bolt. Für den WM-Block an diesem 16. August wurden nach ZDF-Angaben 6,84 Millionen Zuschauer (Marktanteil 22,1 Prozent) gemessen. Auch die Handball-WM im Januar in Kroatien war ein Publikumserfolg, obwohl die deutschen Männer ihren Heimsieg von der WM 2007 nicht wiederholen konnten. Zeitweise erreichte RTL, das die Partien der DHB-Auswahl übertrug, mehr als 8 Millionen Zuschauer.
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Die Formel 1 wurde dank des WM-Zweiten Sebastian Vettel wieder etwas beliebter (5,21 Millionen im Schnitt bei 17 WM-Läufen), zählt aber dennoch zu den Verlierern des Jahres. 7,23 Millionen sahen den Großen Preis von Brasilien, wo Vettels letzte Titelhoffnungen in der Qualifikation platzten. Das beste Rennen schafften nicht den Sprung unter die Top 20 der Sport-TV-Hits.
Quelle: dpa
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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