24.12.2010, 09:04 Uhr | FUSSBALL.DE
Braunschweigs Dominick Kumbela beim Torjubel. (Foto: imago)
Die Traditionsvereine bestimmten die erste Halbserie der 3. Liga. Mit Eintracht Braunschweig, Hansa Rostock, Kickers Offenbach und Dynamo Dresden rangieren Teams mit einer glorreichen Historie im oberen Tabellendrittel. Dabei überzeugten die Spitzenteams mit erfrischendem Offensiv-Fußball. Allen voran der Tabellenführer aus Braunschweig.
Mit der Offensive gewinnt man Spiele, mit der Defensive bekanntlich Meisterschaften. Den Braunschweiger Löwen gelang in der Hinserie der Balanceakt: Die Norddeutschen erzielten die meisten Tore (49), kassierten die wenigsten Gegentreffer (10) und waren zudem mit neun Siegen und einer Niederlage das heimstärkste Team. Vor allem der kongeniale K&K-Sturm mit Dominick Kumbela (12 Tore) und Dennis Kruppke (11) begeisterten die eigenen Fans.
Doch nicht nur in Braunschweig eilten die Fans ins Stadion. Die 3. Liga ist auch in ihrem dritten Jahr ein echter Zuschauermagnet. Durchschnittlich 5499 Zuschauern strömten bislang in die Stadien. Auch hier geben die Traditionsvereine den Ton an: Dresden (16.040), Braunschweig (15.190) und Rostock (12.522) stehen bei der Fan-Resonanz auf den Spitzenpositionen.
In Sachen Attraktivität muss sich die dritthöchste deutsche Spielklasse keineswegs vor Liga zwei verstecken. Mit einer Torquote von 2,65 pro Spiel waren die Akteure torgefährlicher als die Mannschaften der zweiten Liga (2,55).
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Maßgeblichen Anteil an der hohen Quote hatte Patrick Mayer. Der Stürmer des 1. FC Heidenheim erzielte in 20 Einsätzen satte 15 Tore, sorgte somit fast im Alleingang für die starke Hinrunde der Schwaben. Der 22-Jährige spielte sich so in die Notizblöcke zahlreicher Bundesligisten. Neben St. Pauli sollen auch der SC Freiburg, Augsburg und der KSC ihre Fühler nach dem Allgäuer mit dem Knipser-Gen ausgestreckt haben.
Der ein oder andere OFC-Spieler dürfte ebenfalls die Begehrlichkeiten anderer Klubs geweckt haben. Die Kickers starteten furios in die Spielzeit. Mit der Maximalausbeute von 15 Punkten aus den ersten fünf Spielen spazierte die Mannschaft von Wolfgang Wolf an die Tabellenspitze. Erst am achten Spieltag stoppte Rot-Weiß Erfurt die Himmelstürmer vom Bieberer Berg. Am Ende der Hinrunde belegen die Hessen den Aufstiegs-Relegationsplatz.
Nicht zuletzt wegen Olivier Occean. Der Angreifer ist mit neun Toren der Top-Torjäger des OFC. Dank der starken Leistungen nominierte ihn Kanadas Nationaltrainer Stephen Hart im Oktober nach zweijähriger Pause wieder für ein Länderspiel. Damit ist der 28-Jährige der erste Offenbacher A-Nationalspieler seit 35 Jahren und somit direkter Nachfolger von Erwin Kostedde.
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Auch Hansa Rostock erlebt eine Hinserie der Superlative. Die Norddeutschen stehen zum Jahresende mit 41 Punkten auf Tabellenplatz zwei. Dabei hat Rostock erst 18 Spiele absolviert. Nach dem Abstieg aus der zweiten Liga spricht vieles für eine direkte Rückkehr. Das Wort "Aufstieg" steht bei Hansa-Trainer Peter Vollmann dennoch auf dem Index. "Es ist zu früh, davon zu reden. Dafür ist die Saison noch viel zu lang. Wir werden die Bodenhaftung nicht verlieren."
Einer der Hansa-Leistungsträger war Björn Ziegenbein. Der Mittelfeldspieler, kurz vor Saisonbeginn von Wehen Wiesbaden nach Rostock gewechselt, traf in 14 Einsätzen zehn Mal. Nicht zuletzt deshalb wurde der 24-Jährige zwei Mal zum Spieler des Monats gewählt.
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Gleich 22 für 2010 angesetzte Spiele mussten wegen "Tief Petra" und anderer Wetterkapriolen abgesagt werden. Die Tabelle bietet daher ein stark verzerrtes Bild. Die Begegnung Rostock gegen Rot-Weiß Erfurt musste wegen eines Castor-Transports verlegt werden. Der Grund: Am ursprünglich vorgesehenen Termin stand in der Hansestadt nicht genügend Polizei bereit.
Die 3. Liga wird aufgrund zahlreicher Nachholspiele somit schon eine Woche früher den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Der Vorteil: Die Zuschauer können sich im neuen Jahr auf noch mehr Spiele und Tore in Liga drei freuen.
Quelle: FUSSBALL.DE
Fans sollen über weiteres Vorgehen entscheiden.
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