Zeigt uns eure Frauen im Fußball!
Die vierte DFB Women's Week läuft noch bis heute: Schickt uns eure Bilder eurer Mannschaft, Trainerin oder Vereinslegende - und gewinnt dabei tolle Preise!
Mehr lesen
Aktuell technische Probleme bei FUSSBALL.DE.
An der Lösung des Problems wird mit Hochdruck gearbeitet.
Wir bitten um euer Verständnis.
Maria Reisinger: "Für alle Seiten war der Neuanfang eine gute Sache."[Foto: imago]
Der 1. FFC Recklinghausen aus der Frauen-Regionalliga West kann bald auf Erfahrung im höherklassigen Fußball zurückgreifen. Maria Reisinger, über viele Jahre in unterschiedlichen Funktionen eine prägende Persönlichkeit des Frauenfußballs beim SV Meppen, tritt zum 1. Juni die Position als Direktorin Frauenfußball an. Schon jetzt bringt sich die 54-Jährige beratend ein.
Dass sie nun im Ruhrgebiet wieder in einer leitenden Funktion tätig ist, bezeichnet Maria Reisinger im Gespräch mit FUSSBALL.DE als Zufall. "Der Vater von Kapitänin Katharina Prinz, die auch schon für den SV Meppen am Ball war, hatte Kontakt zu mir aufgenommen. Daraufhin hatte ich spannende Gespräche mit den Verantwortlichen. Beim 1. FFC Recklinghausen wird bereits seit vielen Jahren gute Arbeit geleistet. Der Verein will nun seine Strukturen weiter professionalisieren und dabei helfe ich gerne."
"Es wird für mich keinen zweiten SV Meppen geben - ich habe den Verein quasi wie ein Kind begleitet, emotional wird da nichts mehr herankommen"
Schon vor dem Kontakt zum 1. FFC Recklinghausen hatte Reisinger "lose Anfragen aus dem In- und Ausland", sagt sie. "Da die Positionen aber jeweils hauptberuflich zu besetzen gewesen wären, stand das für mich aber nicht zur Debatte. Ich bin nun schon seit 25 Jahren bei einem Textil-Discounter tätig und fühle mich damit wohl." Daher dauerte die Pause nach ihrem langjährigen Engagement im Emsland, "die ich mir ohnehin bis Weihnachten vorgenommen hatte", noch ein wenig länger.
Den SV Meppen sowie zuvor die Frauen-Mannschaft des SV Victoria Gersten, die zur Saison 2010/2011 dem SVM beigetreten war, hatte Maria Reisinger ab 2002 als Cheftrainerin und anschließend als Sportliche Leiterin (ab 2013) an den Punkt geführt, an dem man der weiteren Professionalisierung "nur noch mit einer hauptamtlichen Aufgabe gerecht werden kann", sagt sie. "Für alle Seiten war der Neuanfang eine gute Sache. Der frische Wind wird dem SVM auch guttun." Die Verbundenheit bleibt aber natürlich unverändert groß. "Es wird für mich keinen zweiten SV Meppen geben", sagt Maria Reisinger. "Ich habe den Verein quasi wie ein Kind begleitet. Emotional wird da nichts Vergleichbares mehr herankommen."
Schon als aktive Spielerin nahm Reisinger mit dem SV Victoria Gersten an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga teil. Nach dem Gewinn der Regionalliga-Meisterschaften 2001/2002 und 2003/2004 als Spielertrainerin wurde auf die Aufstiegsrunde verzichtet. Der Sprung in die höchste deutsche Spielklasse gelang dem langjährigen Zweitligisten aber schließlich 2020 und 2022 als SV Meppen.
"Wir sind als Verein über die Landesgrenze hinaus bekannt geworden", so Reisinger. "Dabei war es uns immer wichtig, das Menschliche und Sportliche gut verbinden zu können." So war der SV Meppen unter anderem für die heutigen Nationalspielerinnen Elisa Senß und Vivien Endemann eine prägende Station für die weitere Karriere. "Aber auch bei den Trainern haben wir Talente gefördert", betont Reisinger. Tommy Stroot (zuletzt VfL Wolfsburg), Theodoros Dedes (zuletzt TSG Hoffenheim) und Carin Bakhuis (aktuell Co-Trainerin VfL Wolfsburg) standen in der Vergangenheit beim SV Meppen beispielsweise an der Seitenlinie.
Die Talentförderung ist für Maria Reisinger auch beim 1. FFC Recklinghausen ein wesentliches Vorhaben. Beim Ruhrgebietsklub hatte zum Beispiel die langjährige DFB-Kapitänin Alexandra Popp ihre weitere Laufbahn eingeschlagen. "Wir wollen unsere Teams noch näher zusammenbringen", kündigt die Funktionärin an. Die zweite Mannschaft geht derzeit in der Kreisliga A Herne/Gelsenkirchen/Recklinghausen an den Start, die B-Juniorinnen sind in der Bezirksliga Westfalen, Staffel 2, vertreten.
Dabei setzt die erfahrene künftige Sportchefin auch auf tatkräftige Unterstützung. "Ich sehe mich als absolute Teamplayerin", sagt sie - und ist mit dem Sportlichen Leiter Ali Demirönal und dem Trainerteam um Björn Sobotzki und Claudius Glania bereits im engen Austausch. "Wir haben viele emsige Leute im Verein, die mit großem Engagement dabei sind."
Dabei sieht Reisinger auch durchaus Parallelen zu ihrer Zeit beim SV Meppen: "Die Mädels betreiben einen extremen Aufwand für den Sport. Wir wollen sie unbedingt unterstützen, indem wir für bessere Bedingungen sorgen." Bei den Strukturen solle aber "nicht alles auf den Kopf gestellt werden". Den Blick richten die Direktorin Frauenfußball und die weiteren Verantwortlichen dabei nur bedingt in Richtung der höheren Spielklassen. "Sollte uns unser Weg in Richtung der 2. Frauen-Bundesliga führen, dann würden wir uns davor sicherlich nicht verschließen", so Reisinger. Als erstes mittelfristiges Ziel will sich der 1. FFC Recklinghausen für die ab der Saison 2027/2028 geplante neue 3. Liga der Frauen qualifizieren.
"Bevor wir das in Angriff nehmen, haben wir aber noch mit dem Klassenverbleib in dieser Saison unsere Hausaufgaben zu erledigen", sagt Maria Reisinger. Der Vorsprung auf die Gefahrenzone beträgt sechs Partien vor dem Saisonende drei Punkte. Beim Tabellendritten Arminia Bielefeld (2:4) und zuletzt gegen die DJK Wacker Mecklenbeck (0:1) musste der 1. FFC Recklinghausen zwei "äußerst unglückliche Niederlagen" hinehmen. Dennoch ist Reisinger zuversichtlich: "Wir haben ein gutes Grundgerüst mit einigen Eckpfeilern in der Mannschaft."
Lieber Fußballfreund,
du möchtest gern einen Beitrag, z.B. Musik, Fotos, Videos, Daten oder einen Zeitungsartikel (nachfolgend „Inhalte“) hochladen? Wir möchten dich an dieser Stelle gern nochmal daran erinnern, dass die Verantwortung für die von dir hochgeladenen Inhalte bei dir liegt. Bitte vergewissere dich also zunächst, ob die Inhalte unseren Vorgaben entsprechen (siehe die ausführlichen Bestimmungen unter „Community-Spielregeln“) und insbesondere ob du über die entsprechenden Nutzungsrechte an den Inhalten verfügst. Diese liegen in der Regel bei Dritten und nicht bei dir, wenn du Inhalte aus dem Internet (z.B. Fotos bekannter Personen, Videos oder Zeitungsartikel) kopierst und hochlädst.
Bitte beachte: Wenn du die Nutzungsrechte an den Inhalten nicht berücksichtigst, kann es zu kostspieligen Abmahnungen und weiteren Forderungen gegen dich kommen. Sofern wir hiermit direkt konfrontiert werden, sind wir berechtigt, deine Daten zum Zwecke der Rechtsverfolgung herauszugeben und mögliche Forderungen an dich weiter zu berechnen.