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Magazin | 01.02.2026 | 10:00

Alfred Vianden: "Amateurfußball ist der Kitt unserer Gesellschaft"

Alfred Vianden: "Ich habe viel investiert, aber es hat mir auch unendlich viel gegeben".[Foto: Getty Images]

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Der FVM-Ehrenpräsident Alfred Vianden hat sich wie kaum ein anderer über Jahrzehnte für den Amateurfußball in Deutschland eingesetzt. FUSSBALL.DE hat den 82-Jährigen zum Interview getroffen. In dem Gespräch ordnet das DFB-Ehrenmitglied ein, welche Bedeutung der Amateurfußball in Deutschland aus seiner Sicht hat, wie andere Länder aufgestellt sind und wie seine Wünsche für die Zukunft sind. FUSSBALL.DE begibt sich mit Vianden auf eine Zeitreise in die deutsche Amateurfußballgeschichte.

FUSSBALL.DE: Herr Vianden, können Sie mit der Formulierung leben, dass Sie sich Ihr Leben lang für den Amateurfußball eingesetzt haben?

Alfred Vianden: Ja, das kann man schon so sagen.

Warum?

Vianden: Aus absoluter Überzeugung. Der Amateurfußball ist der Kitt unserer Gesellschaft. Heutzutage mehr als jemals zuvor.

Wie meinen Sie das genau?

Vianden: Ich war selbst viele Jahre ehrenamtlich Geschäftsführer von Blau-Weiß Oedekoven und habe dort die Kraft erlebt, die der Amateurfußball hat. Ich habe viele Menschen erlebt, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind und die dank des Fußballs die Integration in unsere Gesellschaft geschafft haben und sich hier jetzt heimisch fühlen. Ein anderes Thema sind die veränderten Interessen bei vielen Kindern und Jugendlichen. Ich will nur die beiden Schlagwörter Social Media und Videospiele nennen. Auch in diesem Zusammenhang sind der Amateurfußball und natürlich auch der Sport im Allgemeinen ein extrem wichtiger Ausgleich. Das muss geschützt und gefördert werden. Auch deshalb habe ich mich gerne so stark engagiert.

Und das neben Ihrem Vollzeitjob im Personalbereich einer Behörde?

Vianden: Es war tatsächlich nicht immer leicht, das koordiniert zu bekommen. Einen Acht-Stunden-Tag hatte ich selten. Ich habe oft früh angefangen und spät aufgehört. Das ging über all die Jahre nur, weil mir meine Frau den Rücken freigehalten und mich unterstützt hat. Ohne das Verständnis hätte es nicht funktioniert. Aber mich hat niemand dazu gezwungen. Ich habe keinen einzigen Tag bereut. Im Gegenteil: Ich habe es gerne gemacht und ich würde es jederzeit wieder so machen.

Was hat es Ihnen gegeben?

Vianden: Ich hatte viele lukrative Angebote aus der Politik und aus anderen Bereichen. Aber ich habe alles abgelehnt. Für mich war klar, dass ich mich als Ehrenamtler im Sport und für die Gesellschaft engagiere. Ich habe viel investiert, aber es hat mir auch unendlich viel gegeben. Ich habe Dinge erlebt, die ich sonst nie erlebt hätte. Ich war bei großen Turnieren dabei. Und – was für mich noch wichtiger ist – durch das Ehrenamt sind bei mir viele Freundschaften entstanden, die bis heute halten. Das ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.

Gab es in Ihrem Leben auch Tage ohne Fußball?

Vianden: Nicht viele, aber die gab es manchmal schon. Als ich nachher Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein wurde, hat sich schon sehr viel um den Fußball gedreht. Aber das war in Ordnung. Ich wage zu behaupten, dass ich Familie, Beruf und Ehrenamt ganz gut organisiert bekommen habe.

Hunderttausende Menschen bringen sich in Deutschland in allen möglichen Bereichen ehrenamtlich ein. Wird das eigentlich ausreichend wertgeschätzt?

Vianden: Nein, nicht immer. Es gibt ja immer mal wieder Überlegungen, wie man das Ehrenamt fördern kann. Ich habe schon den Eindruck, dass es neben Beruf und Familie immer komplizierter wird, noch ein Ehrenamt auszuüben. Es gibt zum Glück immer noch unglaublich viele, die sich einbringen. Aber ich höre in Gesprächen auch immer wieder die Frage: "Was bekomme ich denn dafür, wenn ich jetzt das oder das mache?".

"Wir klagen alle immer darüber, dass wir immer einsamer werden. Ein Ehrenamt in einem Amateurfußballverein ist definitiv ein erster Schritt raus aus der Einsamkeit"

Was antworten Sie dann?

Vianden: Ich kann dann immer nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten: Natürlich ist es herausfordernd, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber es war für mich immer eine riesige Freude und wir konnten als Team unglaublich viel in die Wege leiten. Was gibt es Schöneres, als freudestrahlende Kinderaugen beim Fußballspielen zu sehen? Wir klagen alle immer darüber, dass wir immer einsamer werden. Ein Ehrenamt in einem Amateurfußballverein ist definitiv ein erster Schritt raus aus der Einsamkeit.

Lassen Sie uns einen Blick über den Tellerrand hinauswagen: Wie funktioniert der Amateurfußball in anderen Ländern?

Vianden: Das ist sehr indifferent. Aber meine Erfahrung zeigt mir, dass unser System des Amateurfußballs in Europa ziemlich einmalig sein dürfte.

Gibt es nach einem Leben für den Amateurfußball einen Moment, der Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Vianden: Oh ja, das ist einige Jahre her. Es war der Tag, als wir das Pokalendspiel des Fußball-Verbandes Mittelrhein ausgerichtet haben. Ich habe mich dann sonntagsabends um 21 Uhr in den Zug nach Augsburg gesetzt, um mich auf den Weg zu einem Länderspiel zu machen. Und wie es der Zufall wollte, saß mir Steffen Simon gegenüber, der das Spiel für die ARD kommentieren sollte. Wir sind dann ins Gespräch gekommen und ich habe vorgeschlagen, ob man die Pokalendspiele auf Verbandsebene nicht gesammelt an einem großen Finaltag ausrichten könne. Dank Steffen Simons Einsatz wurde das dann später auch umgesetzt. Bis heute ist dieser Finaltag der Amateure für mich einer der Höhepunkte des Sportjahres. Da kann man die ganze Vielfalt des Amateurfußballs erleben. Es hat sich zu einem großartigen Event entwickelt. Die Idee dazu ist auf einer Zugfahrt nach Augsburg entstanden. Um Mitternacht sind wir dort angekommen.

Wie eng ist heute noch Ihre Verbindung zum Amateurfußball?

Vianden: Ab und an bin ich noch auf der Anlage in Oedekoven. Aber es hält sich in Grenzen. Ich ziehe mich aber auch bewusst nach und nach etwas zurück. Ich werde bald 83 Jahre alt. Irgendwann reicht es auch. Und zudem hat auch meine Frau mal ein Anrecht darauf, dass ich zuhause bin. Lange Zeit war ich das nämlich ziemlich selten. Ich habe einen großen Teil meines Lebens dem Fußball gewidmet. Es ist gut, dass jetzt Jüngere mehr und mehr Verantwortung übernehmen.

Also gibt es keinen Grund, sich Sorgen um den Amateurfußball zu machen?

Vianden: Ich hoffe nicht. Dafür ist der Amateurfußball einfach viel zu wichtig. Zum Glück gibt es noch immer genug Fußballverrückte – und das meine ich ausdrücklich nur positiv -, die sich einbringen und etwas bewegen wollen. Aber es werden leider weniger.

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