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EM-Experte |15.06.2021|15:40

Bischoff: U-Auswahl mit Benzema und Moutinho

EM-Experte Amaury Bischoff: "Portugal wird erneut Europameister und schlägt im Endspiel Frankreich."[Foto: Claus G. Stoll / Bahlinger SC]

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Er ist in Frankreich ganz in der Nähe zur deutschen Grenze geboren und aufgewachsen, hat dort, sowie in Portugal, dem Land seiner Mutter, Fußball gespielt und war zuletzt in der deutschen Regionalliga am Ball.  Keine Frage, Amaury Bischoff, hat nicht nur eine so abwechslungsreiche wie interessante Vita vorzuweisen, sondern ist eben auch aus mehreren Gründen ein Experte für die EM, insbesondere für die "Todesgruppe" F. In der kommt es heute Abend zum Duell zwischen den Weltmeistern von 2014 und 2018, Deutschland und Frankreich. Zuvor ist Portugal gegen Ungarn am Ball.

Amaury Bischoff, 34 Jahre alter Mittelfeldspieler des Bahlinger SC und künftig wieder in seiner Heimat Colmar aktiv, verrät, wie er die Teams aus Deutschland, Frankreich und Portugal einschätzt.

FUSSBALL.DE: Amaury Bischoff, zu wem halten Sie bei der EM: Frankreich oder Portugal?

Amaury Bischoff: Zu beiden Mannschaften. Wissen Sie, ich bin in Frankreich geboren und aufgewachsen, mein Vater Yves ist Franzose, von daher habe ich natürlich eine enge Beziehung zu dem Land. Aber meine Mutter Odile ist Portugiesin, deshalb hängt mein Herz auch stark an Portugal. Wenn beide Teams am dritten Gruppenspieltag aufeinandertreffen, halte ich zu 60 Prozent zu Portugal und 40 zu Frankreich.

"Arsene Wenger und ich haben uns ein paar Mal in Paris getroffen"

Und was ist mit Deutschland? Sie haben schließlich auch etliche Jahre in Deutschland Fußball gespielt, zum Beispiel für Werder Bremen und zuletzt beim Bahlinger SC.

Bischoff: Deshalb wünsche ich mir auch, dass Deutschland weiterkommen soll. Meine Prognose ist: Portugal wird erneut Europameister und schlägt im Endspiel Frankreich. Deutschland kommt in der Gruppe als einer der beiden besten Gruppendritten weiter und schafft es bis ins Halbfinale.

Sehr diplomatisch! Wie kam es dazu, dass Sie in allen drei Ländern Fußball gespielt haben?

Bischoff: Als Kind habe ich zunächst bei meinem Heimatverein SR Colmar angefangen, zu dem ich jetzt in diesem Sommer auch wieder zurückkehren werde. Später bin ich zu Racing Straßburg gewechselt, hatte aber dort das Gefühl, keine Chance für den Profikader zu erhalten. Da war ich 17. 1860 München und Werder Bremen waren auf mich aufmerksam geworden. Weil die Gespräche mit Klaus Allofs, der auch ganz gut französisch spricht, sehr angenehm waren, bin ich nach Bremen gegangen. Es ging aber auch um die Ablöse, Straßburg wollte 300.000 Euro für mich haben, die wollte 1860 München nicht zahlen, Werder schon.

Wie kamen Sie als Jugendlicher in einem anderen Land, dessen Sprache Sie nicht verstehen, zurecht?

Bischoff: Am Anfang war es schwer, ich habe meine Heimat vermisst und niemanden verstanden. Aber dann habe ich Deutsch gelernt, bin vom Fußballinternat im Werder-Nachwuchsleistungszentrum in eine kleine Wohnung gezogen und habe mich ganz gut eingelebt. Bremen hat schöne Ecken, außerdem war Werder zu der Zeit eine große Nummer in der Bundesliga, mit Miroslav Klose, Per Mertesacker, Torsten Frings, Diego, Ivan Klasnic und Johan Micoud, um nur einige zu nennen. Dazu Thomas Schaaf als Trainer, der trotz dieser vielen guten Spieler auch immer die Jugend im Blick hatte. Leider hat es trotzdem nicht ganz gereicht, ich habe meistens oben trainiert und in der zweiten Mannschaft gespielt. Ich saß ein paar Mal bei den Profis auf der Bank, bin aber in der Bundesliga leider nicht eingewechselt worden, durfte mich dann aber als 18-Jähriger zumindest einmal im Europa-League-Spiel gegen Celta Vigo zeigen. Insgesamt war ich drei Jahre in Bremen, bin aber leider die letzten acht Monate wegen einer Schambeinentzündung ausgefallen

Dennoch war Ihr nächster Verein noch eine Nummer größer und wieder ging es in ein anderes Land.

Bischoff: Genau! Der FC Arsenal wollte mich haben, darauf war ich wirklich sehr stolz. Das hatte vor allem damit zu tun, dass Arsene Wenger, der auch aus dem Elsass in der Nähe von Colmar kommt, meinen Berater kontaktiert hat. Er hat gefragt, was mit mir sei, warum ich nicht spielen würde. Wir haben uns ein paar Mal in Paris getroffen, ich habe ihm von meiner Verletzung erzählt, und er sagte: Wir machen dich wieder fit, in zwei Monaten stehst du auf dem Platz.

So war es auch?

Bischoff: Ja, auf den Tag genau (lacht) . Die Ärzte und Physios bei den "Gunners" haben einen super Job gemacht. In London hatte ich ein tolles Jahr, auch wenn ich mich in dieser Truppe nicht komplett durchsetzen konnte und es bei sieben Pflichtspielen, davon eins in der Premier League, geblieben ist. Aber mit Stars wie Cesc Fabrégas, mit dem ich heute noch befreundet bin, Emmanuel Adebayor, Bacary Sagna, Tomas Rosicky, Kolo Touré, Robin van Persie und Andrei Arshavin die Kabine zu teilen – das werde ich nie vergessen.

Apropos Stars: Als Sie Jugendnationalspieler waren, haben auch einige nicht gänzlich unbekannte Kicker Ihren Weg gekreuzt.

Bischoff: In Frankreichs U 18 habe ich unter anderem zusammen mit Karim Benzema und Samir Nasri gekickt, in der portugiesischen U 21 dann mit Fabio Coentrao, Joao Moutinho, Adrien Silva, der übrigens auch die portugiesische sowie die französische Staatsbürgerschaft besitzt, und Eder in einem Team gestanden. Das waren schöne Zeiten, damals habe ich ja auch in Portugal in der zweiten Liga gespielt, in Coimbra und Aves.

Und dann ging es vom Heimatland Ihrer Mutter wieder zurück nach Deutschland, wo Sie bis heute geblieben sind. Was hat Sie nach Münster, Rostock und Bahlingen gezogen?

Bischoff: Bei Preußen Münster war Pavel Dotchev damals Trainer, er kannte mich noch aus Bremen. Münster war meine längste Station im Fußball mit fast 150 Einsätzen in der 3. Liga in insgesamt fünf Jahren, außerdem drei Teilnahmen am DFB-Pokal mit Spielen gegen Bayern München, Werder Bremen und den FC St. Pauli. Ich war zwischenzeitlich Kapitän und wurde zweimal zum besten Mittelfeldspieler der Liga gewählt. Dort habe ich mich sehr wohl gefühlt, aber auch bei Hansa Rostock , wie Preußen Münster ein Verein mit einer langen Tradition und vielen Fans.

Sind Sie dann nach Bahlingen gegangen, um wieder in der Nähe Ihrer Familie auf der anderen Seite der deutsch-französischen Grenze zu sein?

Bischoff: So war es! Von Bahlingen ist es nur gut eine halbe Stunde bis nach Colmar. Da hat alles gepasst, ein kleiner, familiärer Verein, der dennoch seine sportlichen Ambitionen in der Regionalliga hat. Und nun, nach zwei Jahren beim Bahlinger SC, kehre ich wieder zu SR Colmar zurück. Wir spielen in der Oberliga, außerdem werde ich als Scout des Vereins Spieler in Frankreich und Deutschland beobachten. Auf diese Aufgabe freue ich mich schon sehr.

Und was machen Sie außerhalb des Fußballs?

Bischoff: Meine Eltern haben ein Restaurant in Colmar, wo ich ihnen helfen werde. Nebenbei wird selbstverständlich Fußball geguckt, so viele Spiele wie möglich. Die Spiele von Frankreich und Portugal sind Pflicht.

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