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Neuanfang |07.08.2017|09:00

Dennis Lamczyk: An Neuer kam er nie vorbei

Saison 2006/2007: Dennis Lamczyk (l.) bei der Teampräsentation mit Manuel Neuer (M.) und Frank Rost (r.). [Foto: 2006 Getty Images]

Er hat mit drei Weltmeistern in einer Mannschaft gestanden und war selbst auf dem hoffnungsvollen Weg zum Profi. Doch während Manuel Neuer, Mesut Özil und Benedikt Höwedes die große Karriere im Fußball machten und noch heute gefeierte Stars sind, ist er in der Bezirksliga gelandet: Dennis Lamczyk, 2006 Deutscher A-Juniorenmeister mit dem FC Schalke und heute vor dem Neuanfang bei Genclerbirligi Resse.

Das Leben nimmt manchmal einen seltsamen Lauf, gerade bei Fußballern, die selten längerfristig planen und sich schon gar nicht auf ihr Talent verlassen können. So ist es auch Dennis Lamczyk ergangen, der statt in der Bundesliga irgendwann bei Rot-Weiss Essen II landete und heute Kanalbauer ist. „Um es im Fußball ganz nach oben zu schaffen, müssen viele Faktoren zusammen kommen. Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und auch ein wenig Glück haben“, weiß der inzwischen 30-Jährige.

Geboren in Münster, steht Dennis Lamczyk zunächst im Tor des BSV Roxel , ehe er über den 1. FC Gievenbeck zu Preußen Münster und von dort aus als 16-Jähriger ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Schalke 04 wechselt. In der Knappenschmiede lernt er bei Torwarttrainer-Legende Lothar Matuschak und Kultcoach Norbert Elgert zwar viel dazu, kommt aber an zwei riesigen Talenten nicht vorbei. „Als ich in der Jugend in Schalke gespielt habe und 2006 Meister mit der U 19 wurde, war das eine tolle Erfahrung für mich, aber ich hatte in der B-Jugend Ralle Fährmann und in der A-Jugend Manu Neuer vor mir“, erinnert sich Dennis Lamczyk. „Ich gönne ihnen von Herzen, was sie im Fußball erreicht haben, aber für mich waren das natürlich sehr harte Konkurrenten.“

Neuer ist ein Jahr älter als er, Fährmann eineinhalb Jahre jünger. Im Finale um die Deutsche A-Juniorenmeisterschaft 2006 gegen Bayern München (2:1) steht „Ralle“ im Schalker Tor, Lamczyk sitzt nur auf der Bank und sieht von dort aus, wie Mesut Özil den Bayern-Nachwuchs um Mats Hummels, Sandro Wagner und Co. fast alleine vorführt.

"Manu Neuer und Ralle Fährmann waren natürlich sehr harte Konkurrenten"

Aufstieg mit Rot-Weiss Essen

Lamczyk bleibt zunächst auf Schalke und spielt mit der U 23 der Königsblauen in der Oberliga, bevor er nach einer Saison im Schalker Unterbau weiterzieht. Hessen Kassel heißt seine nächste Station, beim früheren Zweitligisten wird er zum Stammkeeper und kommt in den folgenden beiden Spielzeiten auf 58 Einsätze in der Regionalliga Süd. Ein Jahr später kehrt er ins Ruhrgebiet zurück und heuert bei Rot-Weiss Essen. Der Deutsche Meister von 1955 ist im Jahr 2010 bis in die fünftklassige NRW-Liga abgerutscht, schafft aber mit Lamczyk im Kasten den Aufstieg in die Regionalliga. Auch eine Etage höher ist der 1,90-Meter-Mann die Nummer eins an der Hafenstraße, eineinhalb Jahre lang, bis eine 1:5-Niederlage bei den Sportfreunden Siegen Schicksal für ihn spielt. Nach der Klatsche am 1. Dezember 2012 bestreitet Dennis Lamczyk kein Spiel mehr für RWE, wird in die zweite Mannschaft geschickt und noch nicht einmal mehr dort eingesetzt.

Rückhalt gibt zwar die Familie, aber für den ehrgeizigen Torwart ist mit inzwischen 27 Jahren der Punkt gekommen, sich auf andere Dinge als den Fußball zu fokussieren. „Es waren schöne Jahre im Fußball, die mich als Sportler und Mensch sehr geprägt haben, aber alles hat eben seine Zeit“, weiß Dennis Lamczyk und führt aus: „Nachdem es für mich bei RWE nicht weiterging, habe ich mich voll und ganz auf meine Umschulung bzw. Ausbildung konzentriert, denn ich war immer und bin heute noch sehr ehrgeizig und mache nicht gerne halbe Sachen. Im Fußball war der Zug nach oben abgefahren, es kamen viele jüngere Torhüter hinterher und für mich wurden andere Dinge wichtiger, neben dem Beruf vor allem die Familie, die klar an erster Stelle steht.“

Jahrgangsbester in ganz Deutschland

Schon während seiner Zeit in Essen absolviert er nebenbei ein Fernstudium im Fach Sportmanagement an der IST in Düsseldorf. Nach seinem Aus bei RWE beginnt er eine Umschulungsmaßnahme zum Kanalbauer, den Abschluss schafft er als Jahrgangsbester in Deutschland. Vom Fußball kann er zwar nicht ganz lassen, aber er selbst spielt in der Zeit nicht aktiv im Verein, sondern hilft als Torwarttrainer beim SC Hassel aus und gibt sein Wissen als Keeper auch zu Hause weiter. Sein neunjähriger Sohn Luca-Pascal will ebenfalls Torhüter werden, zunächst beim ambitionierten Essener Vorortklub SpVg. Schonnebeck und ist nun – so schließt sich manchmal der Kreis – zu Rot-Weiss Essen gewechselt.

Dennis Lamczyk hat inzwischen ebenfalls einen neuen Verein: Genclerbirligi Resse , erst 1990 von türkischen Fußballfreunden in Gelsenkirchen gegründet und frisch gebackener Bezirksliga-Aufsteiger. Murat Ipcioglu, ein Arbeitskollege Lamczyks, hat ihn angesprochen, ob er nicht Lust hätte, wieder im Verein zu kicken. „Das habe ich gerne gemacht, mir gefällt es in Resse sehr gut und ich freue mich, wieder auf dem Fußballplatz stehen zu können“, sagt Dennis Lamczyk. „Die Bedingungen sind dort natürlich ganz andere, als ich es gewohnt bin und ich muss zugeben, dass ich mich noch etwas umgewöhnen muss. In mir steckt noch ein bisschen der Profi, zum Beispiel bin ich meistens schon eine halbe Stunde vor dem Training auf der Anlage, um mich vorzubereiten. Das handhaben meine neuen Mitspieler natürlich anders“, verrät er lachend.

Am 13. August geht es für den Bezirksliga-Aufsteiger mit einem Auswärtsspiel beim TuS Eichlinghofen los. Momentan ist Dennis Lamczyk die Nummer eins bei Genclerbirligi, aber im Gegensatz zu früher kann er gut damit leben, wenn er mal nicht aufgestellt wird. „Ob ich immer spiele, ist nebensächlich, denn ich kann aufgrund anderer Verpflichtungen nicht immer beim Training sein oder muss vielleicht auch mal sonntags passen“, erklärt der Familienvater. Schließlich baut er gerade in Gelsenkirchen ein Haus und ist auch noch bei der Spielvereinigung Erkenschwick als Torwarttrainer engagiert. Kontakt zu seinen früheren Teamkollegen Manuel Neuer, Mesut Özil oder Ralf Fährmann hat er nicht mehr – es ist schließlich auch schon über ein Jahrzehnt her, seit Dennis Lamczyk mit dem Schalker Nachwuchs Deutscher Meister wurde.

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