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Dreimal "Hoppy": Marvin und Jens eiferten dem großen Dieter Kurrat (von links) auf dem Fußballplatz nach. [Foto: Fotos privat, imago; Collage FUSSBALL.DE]
Dieter Kurrat ist eine lebende Fußball-Legende. Vor allem in Dortmund erinnern sich viele ältere Fans an den inzwischen 75-jährigen früheren BVB-Meisterspieler, doch auch die jüngeren Borussen wissen mit seinem Namen etwas anzufangen. Das hat zwei Gründe, denn bis heute kennt man Kurrat am besten unter seinem Spitznamen „Hoppy“ und zweitens hat er diesen inzwischen an zwei Generationen weiter vererbt: Auch Sohn Jens und Enkel Marvin werden auf dem Platz stets „Hoppy“ gerufen – die neueste Folge unserer Serie Familienbande.
Die Geschichte von „Hoppy“ Kurrat fängt auf der Leinwand an. Hopalong „Hoppy“ Cassidy ist in den frühen 1950er Jahren ein bekannter Westernheld. „Ich habe seine Filme im Kino bewundert“, erinnert sich Kurrat in einem Interview mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) , „keiner zog den Colt schneller als er. Und weil ich das bei uns in der Straße auch so machte, nannten mich alle Hoppy.“
Dieter „Hoppy“ Kurrat spielt zunächst beim FC Merkur in Dortmund, ehe ihn der damalige BVB-Trainer Max Merkel entdeckt und zum BVB holt. Mit den Schwarzgelben gewinnt Dieter Kurrat 1963 die Deutsche Meisterschaft, 1965 den DFB-Pokal und ein Jahr später als erster deutscher Verein überhaupt den Europapokal. Auf Mannschaftsbildern von früher fällt einer immer auf: Kurrat, und zwar wegen seiner geringen Körpergröße. „Ich bin 1,62 Meter und bis heute der kleinste Spieler der Bundesliga-Geschichte“, sagt Kurrat. Gegen ihn sind später sogar Weltmeister wie Thomas „Icke“ Häßler oder Philipp Lahm fast schon Riesen.
"Ältere Fans, die meinen Vater oder vielleicht sogar meinen Opa haben spielen sehen, sprechen mich natürlich darauf an. Wir sind uns wie aus dem Gesicht geschnitten und haben den gleichen Laufstil. Das auffälligste Merkmal ist aber natürlich die Körpergröße"
Nach 312 Bundesligaspielen für die Borussia wird er kurzzeitig Interims- und Co-Trainer beim BVB, ehe er den benachbarten SV Holzwickede als Spielertrainer übernimmt und den Klub 1976 zur deutschen Amateurmeisterschaft führt. Neben dem Fußball baut er sich ein weiteres Standbein auf: Bis 2012 führt Kurrat mit seiner Frau Marga in Holzwickede die Gaststätte „Hoppys Treff“.
Sein Sohn Jens (49) spielt heute noch für den BVB, allerdings „nur“ in der Traditionsmannschaft der Schwarz-Gelben. „Hoppy Junior“, ausgewachsen 1,65 Meter groß, fängt in der Jugend beim VfR Sölde an. In der A-Jugend wechselt er zu Wattenscheid 09, eine Profikarriere aber bleibt ihm im Gegensatz zu seinem Vater Dieter verwehrt. Jens Kurrat, Typ offensiver Mittelfelddribbler, spielt viele Jahre in der Oberliga für Eintracht Hamm, den DSC Wanne-Eickel, die Schalker Amateure, Rot-Weiß Lüdenscheid und die SV Holzwickede. Bei den Joboxern Holzwickede, mit denen er von der Kreisliga C bis in die Bezirksliga aufsteigt, lässt er schließlich seine aktive Karriere ausklingen.
In der dritten Generation hält nun sein Sohn Marvin den Spitznamen „Hoppy“ in Ehren. Mit vier Jahren fängt er bei den Minikickern der SV Holzwickede an und spielt von der F- bis zur A-Jugend beim Fusionsklub SG Holzwickede, ehe er drei Jahre komplett mit dem Fußball pausiert. Seit der gerade abgelaufenen Saison kickt der 22-Jährige nun für die SG Massen , zunächst trainiert er mit der dritten Mannschaft (Kreisliga D), spielt aber dann in der zweiten (Kreisliga B) und ersten Mannschaft (Kreisliga A). „Mir macht es wieder richtig Spaß, mit meinen Kumpels zu kicken“, sagt Marvin Kurrat.
Wer ihn auf dem Platz sieht und sich mit der Dortmunder Fußball-Historie auskennt, der weiß: Das muss ein Kurrat sein. „Ältere Fans, die meinen Vater oder vielleicht sogar meinen Opa haben spielen sehen, sprechen mich natürlich darauf an. Wir sind uns wie aus dem Gesicht geschnitten und haben den gleichen Laufstil“, sagt Marvin Kurrat. „Das auffälligste Merkmal ist aber natürlich die Körpergröße.“
Er misst immerhin 1,67 Meter, also ein paar Zentimeter mehr als Papa Jens, der wiederum seinen Vater Dieter schon „überragt“, beide sind für ihn „echte Vorbilder“. Fast komplett aus der Art geschlagen ist sein jüngerer Bruder Thorben, der 19-Jährige ist 1,75 Meter groß. Fußball spielt der jüngere Sohn von Jens Kurrat aber nicht mehr, nachdem ihm beim SC Holzwickede immer wieder Knieprobleme zu schaffen machten.
Wer demnächst mal wieder den unverwechselbaren „Hoppy“ in Aktion sehen möchte, dem sei ein Spiel der BVB-Traditionself oder der SG Massen empfohlen.
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