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Hat sein Glück privat und im Amateurfußball gefunden: Der erste "Amateur des Jahres" Perica Lekavski.[Foto: Privat]
Vor elf Jahren wurde Perica Lekavski der erste "Amateur des Jahres". Heute erzählt er, wie seine Frau ihn heimlich anmeldete, wie Fußball zu seiner neuen Heimat wurde und welche berührende Geschichte ihn bis zu einem Treffen mit Kevin Kurányi führte. Wer engagierte Menschen im Amateurfußball kennt oder selbst mitgestaltet, kann sich jetzt für die "Amateure des Jahres 2025/2026" bewerben.
Als Perica 2014 erfuhr, dass er zu den ersten fünf Nominierten der ersten Aktion "Amateur des Jahres" von DFB und Landesverbänden gehörte, staunte er nicht schlecht. "Nachdem meine Frau mich ohne mein Wissen angemeldet hatte, war das Thema für mich erst einmal erledigt, bis plötzlich die Nachricht kam, dass ich zu den ersten Fünf gehöre und ein Videodreh geplant ist", sagt er.
Als das Kamerateam schließlich vor der Tür stand, wurde aus der Überraschung langsam Stolz. Seine Gedanken wanderten zurück zu den ersten Schritten in Deutschland. "Ich bin mit zehn Jahren nach Deutschland gekommen und musste mir hier im Prinzip alles neu aufbauen: Freundeskreis, Sprache lernen", sagt er. Beim TSV Lustnau fand er schnell ein Umfeld, das ihn auffing: "Die ersten Freunde habe ich beim Fußball gefunden. Das hat mich damals sehr von meinem Heimweh abgelenkt", erinnert er sich.
Im Laufe seiner aktiven Jahre sammelte Perica viele prägende Erinnerungen. Eine davon war eine Fair‑Play‑Ehrung, die er 2014 vom Württembergischen Fußballverband erhielt. Damals schob er den Ball ins Aus, obwohl das Tor leer war, weil hinter ihm ein verletzter Spieler lag.
Die große Überraschung erlebte er jedoch später bei der Wahl zum "Amateur des Jahres". Besonders berührte ihn, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen für ihn stimmten. Am Ende setzte er sich mit 49,02 Prozent der Stimmen durch. "Mit einem Sieg hatte ich nie gerechnet. Ich habe mich über die große Unterstützung gefreut", sagt er.
"Ohne die Familie Kurányi hätten wir das definitiv nicht geschafft"
Auch nach dem Titel blieb Perica dem Amateurfußball treu. Zunächst als Trainer, später als engagierter Begleiter seiner früheren Vereine. Beruf und Familie führten schließlich zum Abschied von der Seitenlinie. Ganz loslässt ihn der Sport dennoch nicht. Sein Sohn wird bald bei den Bambinis starten, und wie er selbst sagt: "Dann wird mich das Trainerdasein wieder einholen."
Besonders prägend blieb für ihn eine außergewöhnliche Hilfsaktion. 2019 unterstützte sein Team einen kleinen Jungen namens Michael, der an einer schweren Muskelkrankheit litt. Die Therapie, eine damals in Deutschland noch nicht zugelassene Spritze, kostete rund zwei Millionen US‑Dollar – und die Versicherung weigerte sich zunächst, die Summe zu übernehmen. Perica brachte die Unterstützung ins Rollen, nachdem ihn eine Freundin auf die Familie aufmerksam gemacht hatte. Bei einem Heimspiel des TV Derendingen spendeten sie das gesamte Eintrittsgeld. Als die gegnerische Mannschaft von der Aktion mitbekam, schloss sich diese direkt an.
Über Bekannte, die die Geschichte weitertrugen, erreichte sie schließlich auch das Umfeld von Kevin Kurányi. Der ehemalige Nationalspieler teilte die Geschichte öffentlich und mobilisierte sein Netzwerk. Große Medien griffen das Thema auf, der öffentliche Druck stieg und am Ende übernahm die Versicherung doch die immens hohen Behandlungskosten. Michael wurde inzwischen eingeschult. Perica erhält jedes Jahr eine Weihnachtskarte von der Familie. "Ohne die Familie Kurányi hätten wir das definitiv nicht geschafft. Wir Amateure haben nur den Stein ins Rollen gebracht", sagt er bescheiden.
Wer jemanden kennt, der den Amateurfußball so leidenschaftlich prägt wie Perica – oder selbst so eine Geschichte schreibt: Jetzt für Amateure des Jahres 2025/2026 bewerben!
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