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"Projekte würdigen, die den Fußball für Entwicklung nutzen": der Zukunftspreis 2026.[Foto: SV Blau-Weiß Wiehre Freiburg]
Entscheidend ist auf dem Platz - beim Zukunftspreis aber vor allem, was daneben passiert. Zum fünften Mal zeichnet das Stiftungsbündnis "Fußball stiftet Zukunft e. V." (FsZ) gesellschaftlich engagierte Breitenfußballvereine aus. Gesucht werden Projekte, die sich für Chancengerechtigkeit, sozialen Zusammenhalt sowie Natur- und Umweltschutz einsetzen und dabei neue, innovative Wege gehen.
Über die Preisträger entscheidet eine Jury aus Persönlichkeiten des FsZ-Netzwerks, die sich selbst mit Leidenschaft für gesellschaftliche Themen engagieren. In diesem Jahr ist dabei besonders viel Frauenpower gefragt. Ihren Jury-Hattrick feiert Renate Lingor. Die Welt- und Europameisterin ist beim DFB tätig und als Mitglied der "Hall of Fame" des deutschen Fußballs mit den großen Bühnen des Sports bestens vertraut. Umso wichtiger ist es ihr, diejenigen ins Rampenlicht zu rücken, die auf lokaler Ebene Großes bewegen. "Engagierte Menschen in den Breitenfußballvereinen sind die Helden des Alltags", sagt sie. "Ihnen wollen wir mit dem Zukunftspreis eine Bühne geben, ihren gesellschaftlichen Einsatz sichtbar machen, wertschätzen und auch tatkräftig unterstützen."
Welche Projekte dabei besonders gefragt sind, erklärt Lingor so: "Es geht uns darum, Projekte zu würdigen, die den Fußball für Entwicklung nutzen - auf individueller und gesellschaftlicher Ebene. Wenn Menschen über den Sport integriert und soziale Prozesse gefördert werden, Bildungschancen mit Fußball verzahnt werden oder sich ein Verein aktiv für den Umweltschutz engagiert, sind das genau die Projekte, die wir suchen."
Wie vielfältig gesellschaftliches Engagement im Fußball aussehen kann, zeigt der Vorjahres-Preisträger Blau-Weiß Wiehre Freiburg. Der Verein wurde 2025 für sein Inklusionsprojekt "Altersübergreifende Jugendmannschaft" ausgezeichnet. Junge Menschen unterschiedlichen Alters mit und ohne Beeinträchtigungen spielen gemeinsam in einer Mannschaft und nehmen am regulären Spielbetrieb teil. "Hier geht es nicht um Sieg oder Niederlage, sondern darum, dabei zu sein, Fußball zu spielen und die gleichen Chancen zu bekommen", erklärt Ex-Bundesligaspielerin Carmen Höfflin.
Auch Höfflin gehört zur Jury des Zukunftspreises. Als Botschafterin von Global United FC und Mitgründerin des "Kultur Konvoi" bringt sie ihre Erfahrung und ihr Engagement für gesellschaftliche Themen ein. Die Begegnung mit den Freiburger Nachwuchskikickern hat sie nachhaltig beeindruckt: "Als ich die Kids der 'Altersübergreifenden Jugendmannschaft' in Freiburg getroffen habe, wurde mir noch einmal bewusst, was diese Auszeichnung auslösen kann. Für viele von ihnen war der Zukunftspreis das erste Mal überhaupt, dass sie etwas gewonnen haben. Sie waren unglaublich stolz, motiviert und haben gestrahlt."
Gemeinsam mit ihren Jury-Kollegen Roy Präger, Klublegende des VfL Wolfsburg und Gesicht der Krzysztof-Nowak-Stiftung, Dietmar Wurst vom Vorjahres-Preisträger SuS Rünthe e. V. und Patrick Gorzelanczyk vom Zukunftspreis-Partner Postcode Lotterie wollen Renate Lingor und Carmen Höfflin nun fünf weitere engagierte Breitenfußballvereine zum Strahlen bringen.
Für die ausgezeichneten Projekte geht es dabei nicht nur um Anerkennung: Insgesamt 25.000 Euro Preisgeld werden vergeben. Noch bis 20. September können Vereine ihre Projekte über das Bewerbungsportal einreichen. Die Preisverleihung findet am 24. November am DFB-Campus in Frankfurt statt.
Also: Zeigt, was euer Verein neben dem Platz bewegt - und bewerbt euch jetzt für den Zukunftspreis!
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